Wenn in einer Familie einmal die Gewaltspirale eingesetzt hat, findet meist keiner von alleine wieder heraus. Gerade aktuell ist die Gefahr groß, die Beherrschung zu verlieren – schließlich gibt es kaum Möglichkeiten, um sich außerhalb der eigenen Wohnung aufzuhalten.

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, um Frauen – sie sind meist die Opfer – aufzuzeigen, wo sie Hilfe bekommen, startet der Runde Tisch gegen Gewalt am heutigen Mittwoch eine großangelegte Plakataktion. Vier Motive, die schon aus einer früheren Kampagne bekannt sind, werden in Lüneburg und im Landkreis angebracht.

Sie weisen auf die Website www.gegen-gewalt-in-der-familie.de hin, die Betroffenen Hilfestellung gibt. Auch rund 50 Streifenwagen der Polizei fahren ab sofort mit den Plakaten durch Stadt und Landkreis.

„Wir haben in diesem Jahr kaum eine andere Möglichkeit, als mit Plakaten aufmerksam zu machen“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Maret Bening, „vor Corona waren wir oft mit Ständen z. B. auf Marktplätzen präsent.“

Jens Eggersglüß, Leiter der Polizeiinspektion, appelliert an alle: „Rufen Sie 110 an, wenn Sie Gewalt bemerken!“