Hier wird nicht geknallt!

Böllern verboten: Am Aufgang zum Lüneburger Kalkberg muss der Natur zuliebe das Feuerwerk abgegeben werden. Stefan Kubitzky (Compact Security, v. l.), Sibylle Wickbold (BUND), Dennis Lauterschlag, Joachim Bodendieck (beide Hansestadt Lüneburg) und Polizeichef Roland Brauer setzen sich gemeinsam für ein friedliches Silvester ein. Foto: Hansestadt Lüneburg

Lüneburg. Das alte Jahr mit Getöse verabschieden, das neue mit Lichterglanz begrüßen – in der Silvesternacht fliegen wieder unzählige Raketen in den Nachthimmel. Doch was vielen Menschen Spaß macht, ist für Tiere eine Qual. Daher hat die Stadt Lüneburg für das Naturschutzgebiet Kalkberg schon lange ein generelles Feuerwerksverbot erlassen.

Zum zweiten Mal gilt das Knall-Verbot auch für die historische Lüneburger Altstadt – wegen der hohen Brandgefahr.

Auch weite Teile der Innenstadt, z. B. Stintmarkt, Marktplatz und Am Sande, sollen in der Silvesternacht ruhig bleiben. Hier kam es in der Vergangenheit häufig zu gefährlichen Situationen, etwa wenn Feuerwerkskörper in die Menschenmenge geschossen wurden. Eine Übersicht der betroffenen Straßen und Plätze gibt es unter www.hansestadtlueneburg.de/feuerwerksverbot. Zudem werden Schilder an Straßen und zentralen Plätzen auf die Regelung hinweisen.

Welche Feuerwerkskörper sind in der Silvesternacht untersagt?
Alle, die mit der Kennzeichnung F2 versehen sind. „Darunter fallen Raketen, Schwärmer, Leuchtfeuerwerke, Feuerwerksbatterien, aber auch einzelne Knallkörper“, erklärt Ann-Cathrin Behnck aus der Pressestelle der Stadt. Diese Art von Feuerwerk ist im übrigen Jahr ohnehin verboten. Erlaubt sind Kleinstfeuerwerke der Kategorie F1.

Wie wird kontrolliert?
Um sicherzugehen, dass die Verbote eingehalten werden, patroullieren Mitarbeiter der Stadt und die Polizei in den geschützten Gebieten. Am Kalkberg ist zudem eine private Sicherheitsfirma im Einsatz. Auch wenn hohe Strafen möglich sind – neben Platzverweisen könnten sogar bis zu 50.000 Euro Strafe fällig werden – setzt man bei der Stadt eher darauf, zu informieren und auf Gefahren durch das Abbrennen von Feuerwerk in den Bereichen hinzuweisen.

Wo darf ich Raketen und Böller zünden?
Wer es laut mag und das neue Jahr mit einem Paukenschlag begrüßen möchte, kann dies außerhalb des geschützten Bereichs tun – in der Innenstadt z. B. am Parkplatz Sülzwiesen, am Handwerkerplatz oder am Reichenbachplatz Nord.

Doch böllern die Lüneburger in diesem Jahr überhaupt? Das wollte die LÜNEPOST von Lesern wissen. Antworten gibt’s in der LP-Ausgabe vom 27. Dezember 2018.