Auf frischer Tat: Polizei schnappt Metall-Diebe

Der Polizei und der Lüneburger Staatsanwaltschaft ist in der Nacht zu Montag ein „bedeutender Schlag gegen eine internationale Täterbande“ gelungen, berichtet Polizeisprecher Kai Richter. Nach einem versuchten Kupferdiebstahl in einem Uelzener Gewerbegebiet klickten bei zwölf Männern und einer Frau aus Osteuropa die Handschellen.

Den serbisch-slowenischen Tätern im Alter zwischen 23 und 43 Jahren werden mehr als 15 Taten vorgeworfen. Dabei erbeutete die Bande u. a. in Uelzen, Maschen, Scharnebeck und Lüneburg Buntmetalle wie Kupfer im hohen zweistelligen Tonnen-Bereich und verkaufte sie. Die Ermittler beziffern den Schaden derzeit mit mehreren Hunderttausend Euro. Betroffen waren vor allem die Deutsche Bundesbahn und weitere Unternehmen in Norddeutschland. Im Rahmen der Festnahmen sicherte die Polizei mehrere Fahrzeuge, die zum Abtransport der Beute bereitstanden.

Noch am Montag durchsuchten mehr als 100 Einsatzkräfte elf Wohnungen und Nebengebäude der Tätergruppe. „Dabei stellten sie umfangreiches Beweismaterial wie Kontounterlagen und Werkzeuge sicher“, so Richter. Auch acht zum Teil hochwertige Autos der Marken Mercedes, Audi, Opel und VW sowie Handys, Laptops, Kameras, Uhren und Bargeld in Höhe von mehr als 10.000 Euro beschlagnahmten die Ermitter.

Gegen einen der Beschuldigten ist bereits am Montag Haftbefehl erlassen worden, gegen zwei weitere stehen Abschiebehaftbefehle im Raum. Weitere Vorführungen beim Haftrichter standen zum Redaktionsschluss noch aus. Die Ermittlungen dauern an.