Impfzentrum im Hafen

Impfen lassen im Versandlager: In den Hallen des Modeunternehmens Deerberg im Lüneburger Hafen wird das Impfzentrum entstehen. Foto: t&w/nh

Die Vorbereitungen für den Aufbau eines Impfzentrums in Lüneburg sind in vollem Gange: Am Montag unterzeichnete Landrat Jens Böther den Mietvertrag für eine Halle des Unternehmens Deerberg an der Zeppelinstraße. „Die Lage dort eignet sich bestens für ein Impfzentrum, das pro Tag von mehreren hundert Menschen aus dem gesamten Landkreis angesteuert wird“, sagt Böthers Sprecherin Katrin Holzmann. Die Ostumgehung liege in der Nähe, Parkplätze gebe es direkt vor der Tür – genau wie eine Bushaltestelle, Fahrtzeit vom Bahnhof: zehn Minuten. „Wir sind sehr dankbar, dass wir diesen hervorragenden Standort mit Deerberg so kurzfristig und unkompliziert sichern konnten“, sagt Böther.

Bis im neuen Zentrum die ersten Impfungen stattfinden, wird es noch etwas dauern. Für den Anfang liegt der Fokus nämlich auf den Alten- und Pflegeheimen, die mit mobilen Teams versorgt werden. „Sobald Impfstoff verfügbar ist, können wir loslegen“, so der Landrat. Gleichzeitig stellt der Kreis nun schnellstmöglich die Ausstattung für das Impfzentrum bereit: „Die ersten Schilder werden jetzt bestellt, Raumteiler und Möbel sollen noch vor Weihnachten geliefert und aufgebaut werden“, sagt Mirko Dannenfeld, der als Fachdienstleiter Ordnung den Aufbau organisiert.

Für den Anfang ist eine Impfstrecke in Planung, in der pro Stunde bis zu 20 Personen mit dem Impfstoff versorgt werden können – später können zu Spitzenzeiten bis zu fünf Impfstrecken gleichzeitig in Betrieb sein. So sehen es die Vorgaben des Landes vor.
Logistik und Transport des Impfstoffes in die Zentren sind laut Sozialministerium bereits sichergestellt, ebenso die Lagerung bei bis zu
70 Grad minus.

Personal steht auch in den Startlöchern: „Wir haben bereits einige Anfragen von medizinischem Fachpersonal sowie Verwaltungskräften, die freiwillig beim Impfen mitwirken wollen“, berichtet Dannenfeld. „Sobald ein Starttermin konkret greifbar ist, können wir auch Verträge schließen.“ Um die Anwerbung von Ärzten kümmert sich das Land.
Mit Impfungen in Alten- und Pflegeheimen sollen bis zu vier mobile Teams zum Jahreswechsel starten – vorausgesetzt, der Impfstoff ist vorhanden. „Beim Aufbau dieser Teams unterstützen uns die Hilfsorganisationen im Landkreis“, erklärt Mirko Dannenfeld. Für die Anfangszeit stellen DRK, ASB und DLRG medizinisches Personal. „Das hilft uns enorm, und wir sind sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten“, sagt Landrat Jens Böther.