In Lüneburgs Wandrahmpark informieren jetzt Schautafeln

Weihten die Stelen ein: Museumsleiterin Prof. Dr. Heike Düselder und Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge an einer der neuen Infotafeln, die den Besuchern den Wandrahmpark erklären. Foto: sta

Lüneburg. Im Beisein von Politikern, Historikern, Mitarbeitern des Museums Lüneburg und anderen Interessierten präsentierten Museumsleiterin Prof. Dr. Heike Düselder und Oberbürgermeister Ulrich Mädge am Freitag, 6. Juli, die neuen Schautafeln im Lüneburger Wandrahmpark. „Wir haben lange darüber diskutiert“, sagte Mädge, „jetzt ist es endlich geschafft.“

Die Infotafeln, die auf Stelen angebracht sind, erklären den Besuchern des Parks die ausgestellten Objekte wie das Denkmal des springendes Pferdes und den historischen Waggon, aber auch Natur und geschichtliche Bedeutung des Parks.

„Man kann es sich als Außenstehender vielleicht nicht vorstellen“, erläuterte Prof. Dr. Düselder, „aber an den Texten hat ein Expertenteam jahrelang gefeilt, bis endlich auch die sensiblen Passagen unserer Meinung nach gelungen waren.“

Sensibel vor allem deswegen, weil Waggon und Pferd auch von der Nazizeit im Zweiten Weltkrieg erzählen. „Denkmäler sind in Stein gemeißelt, ihre Erklärungen und Interpretationen aber nicht“, so die Museumsleiterin, die es für möglich hält, dass man mit neuen Erkenntnissen die Infotafeln auch jederzeit aktualisieren kann. Sie sei daher auch dagegen, Denkmäler verschwinden zu lassen. Viel mehr sollte man sie gut erklären.

„Wir haben hier im Wandrahmpark einen Ort des Lernens, Gedenkens und Erinnerns“, weiß OB Mädge, „mit dem Museum Lüneburg als Basis, das einen wunderbaren Rahmen bietet.“

Man dürfe nicht wegschauen, sondern müsse sich der Geschichte stellen, meint der Rathauschef. Welche Gedenkkultur die Stadt entwickeln will, das sollen die Lüneburger mitgestalten. Im November werde es dazu laut Mädge eine Veranstaltung geben.

Prof. Dr. Heike Düselder ist sich sicher: „Durch die Stelen wirkt der Wandrahmpark mit dem Museum als unsere ‚kleine Museumsinsel‘ und erfährt eine Aufwertung als historischer Ort.“ Sie und Oberbürgermeister Ulrich Mädge hoffen, „dass sich hier in Zukunft viele Menschen treffen und über die Themen im Park diskutieren werden“.