Ist der Helm-Räuber ein Serien-Täter?

Mit Helm am Schalter: Dieses Bild aus der Überwachungskamera zeigt den Täter beim gescheiterten Überfall auf die Wunstorfer Sparkasse.

Lüneburg/Wunstorf. Montag, 13. Februar, 10.14 Uhr, Sparkassen-Filiale am Lüneburger Kreideberg: Maskiert mit einem Motorradhelm betritt ein Mann den Schalterraum, zückt eine Waffe, fordert Geld von einer Mitarbeiterin und flüchtet anschließend mit seiner Beute. Eine sofort ausgelöste Hubschrauber-Fahndung bleibt ohne Erfolg – der Räuber verschwindet mit seinem Trekking-Fahrrad über die unübersichtlichen Wege der Kleingartenkolonien am Ochtmisser Kirchsteig.

Zurück bleiben geschockte Bankangestellte und -kunden.

Speziell geschulte Seelsorger und der Lüneburger Sparkassen-Vorstand Thomas Piehl eilen an den Tatort, kümmern sich um die Opfer. Die Filiale bleibt den Rest des Tages geschlossen.

Mittwoch, 19. Juli, 11.30 Uhr, Sparkassen-Filiale in der Langen Straße in Wunstorf: Maskiert mit einem Motorradhelm betritt ein Mann den Schalterraum, fordert von einer 56-jährigen Mitarbeiterin Bargeld.

Doch die ruft um Hilfe und schlägt den Täter in die Flucht. Eine sofort ausgelöste Hubschrauber-Fahndung bleibt ohne Erfolg. Der Räuber bleibt verschwunden.

„Gott sei dank ist kein Schaden an Personen, Sachen oder Vermögen entstanden“, sagt der geschockte Vorstand der Sparkasse Hannover, Frank Wiebking, Reportern am Nachmittag des Überfalls. Die Filiale bleibt für den Rest des Tages geschlossen.

Hat der Lüneburger Helm-Räuber in der 177 Kilometer entfernten 40.000-Einwohner-Stadt vor den Toren Hannovers wieder zugeschlagen?

Die Vermutung liegt nahe, denn nicht nur die Vorgehensweise des Mannes ist in beiden Fällen ähnlich. Wer die Bilder aus den Überwachungskameras der beiden Banken vergleicht, entdeckt deutliche Übereinstimmungen.

Mehr dazu in der LÜNEPOST vom 5./6. August 2017.