Jaaa! LSK im DFB-Pokal!

Jubelstimmung: Der LSK freut sich nach dem 2:0 in Rehden über den Einzug in den DFB-Pokal – und über eine neue Spielstätte in Lüneburg? Foto: be

Lüneburg/Rehden. Der Lüneburger SK hat ein weiteres Kapitel Fußballgeschichte geschrieben: Nach dem hochverdienten 2:0-Auswärtserfolg im NFV-Pokal-Halbfinale in Rehden steht der Verein im Endspiel und – was viel wichtiger ist – zum dritten Mal nach 1992 (0:3 gegen Karlsruher SC) und 2008 (0:5 gegen VfB Stuttgart) in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals!

Das bedeutet: Der LSK wird auf jeden Fall gegen einen Verein der 1. oder 2. Bundesliga spielen. Die Auslosung findet Ende Juni statt, die erste DFB-Pokal-Runde steigt vom 11. bis 14. August. Die Spannung in Lüneburg ist schon jetzt riesig.

Doch es gibt einen bitteren Wermutstropfen:

Das Spiel kann nicht wie 1992 und 2008 in Lüneburg stattfinden. Denn der LSK ist heimatlos, und das Bardowicker „Exil“ scheidet als Spielstätte aus – allein schon deshalb, weil dort die geforderte Flutlichtanlage fehlt.

Also gibt es Überlegungen, das große Spiel nach Hamburg zu verlegen. Die Sportplätze von Eintracht Norderstedt und SC Victoria sind im Gespräch. Bekommt der LSK den FC Bayern, Dortmund oder den HSV zugelost, wird sogar über Volksparkstadion oder Millerntor spekuliert.

Auch in Lüneburg sprießen seit gestern die Spekulationen. Um 14.03 Uhr gab der LSK eine Presseerklärung heraus. Darin wird für den heutigen Mittwoch um 11 Uhr zu einer Pressekonferenz eingeladen.

Hochinteressant sind der Ort und die Teilnehmer: Im Vereinsheim des VfL Lüneburg stehen Oberbürgermeister Ulrich Mädge, LSK-Präsident Sebastian Becker und VfL-Fußball-Vorsitzender Matthias Merz als Gesprächspartner bereit.

Ist bei dieser Pressekonferenz die Austragung des DFB-Pokal-Spiels ein Thema? „Nein, darum geht es nicht“, sagte LSK-Pressesprecher Jens-Peter Hecht gestern auf LP-Nachfrage. Also um den Umzug des LSK aus Bardowick zum VfL – oder gar um ein neues Stadion? Dazu wollte sich Hecht am Dienstag nicht äußern.

Zu Jahresbeginn hatte die Lünepost ein Hintergrundgespräch mit LSK-Präsident Becker über eine neue Spielstätte geführt. Er hatte damals um Geduld und Stillhalten gebeten: „Ostern werden wir soweit sein …“

Der LSK hat noch bis Ende kommender Saison ein Spielrecht beim TSV Bardowick. Dann läuft der Vertrag aus. Gibt es im Sommer 2018 einen Umzug zurück nach Lüneburg – zum VfL?  

Mehr vom großen Sieg in Rehden steht in der LÜNEPOST vom 19. April 2017.