Lüneburg. Das erste Mal den eigenen Koffer packen und ohne Eltern für ein paar Tage an einen anderen Ort fahren – vor allem für Grundschüler sind Klassenfahrten ein großartiges Erlebnis. Doch damit ist an 17 Grund- und Oberschulen im Landkreis Lüneburg vorerst Schluss: Die Grundschulen in Reppenstedt und Bardowick, die Oberschulen in Bardowick und in Oedeme und 13 weitere Schulen wollen ab dem kommenden Schuljahr erstmal keine Klassenreisen mehr anbieten.

Was viele nicht wissen: Für Lehrer ist eine Klassenfahrt eine freiwillige Aufgabe. „Eine Aufgabe von mittlerweile sehr vielen“, sagt Urte Gräper, Sprecherin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für den Bezirk Lüneburg. Sie klagt: „Die Arbeitsbelastung ist in den vergangenen Jahren für Lehrer enorm gestiegen. So kann es nicht weitergehen.“ Mit dem Boykott wolle man ein Zeichen setzen und für dringend nötige Arbeitsentlastungen kämpfen. „Wir wollen den Eltern zeigen, was Lehrer eigentlich noch alles an Aufgaben haben“, sagt Urte Gräper.

Was das Kultusministerium in Hannover zum Boykott der Lüneburger Lehrer sagt. Welche Verbesserungen es zur Entlastung plant, lesen Sie in der aktuellen Lünepost vom 12. Februar.