Kostet die Ladung Luft bald 1 Euro?

1,56 Euro kostete der Liter Superbenzin am Dienstag in Lüneburg – doch die hohen Spritpreise schocken schon lange keinen mehr. Jetzt haben findige Manager des Mineralölkonzerns Shell eine weitere Einnahmequelle entdeckt: An 120 Shell-Stationen im Süden und Westen Deutschlands wollen sie künftig nicht nur fürs Benzin Geld nehmen – hier soll auch die Luft für die Reifen kosten.

Einen Euro für fünf Minuten aus dem Druckluft-Automaten will man kassieren, das bringt auch bei uns viele Autofahrer auf die Palme. Der ADAC ist von den Shell-Plänen ebenfalls alles andere als begeistert. Befürchtung der Pannenhelfer: Wenn Autofahrer für die Druckluft künftig zur Kasse gebeten werden, verzichten diese auf den regelmäßigen Reifencheck – und begeben sich so möglichweise mit platten und gefährlichen Pneus auf die Piste.

Doch wie sieht‘s im Raum Lüneburg aus? Hier können Autofahrer unbesorgt an die „Tanke“ fahren – die Ladung Luft ist bei uns (noch) gratis. Für diesen Service müssen Tankstellenbetreiber tief in die Tasche greifen: Bis zu 1500 Euro kostet ein Druckluft-Kompressor – häufig wird dieser von Randalierern mutwillig zerstört, wie gerade bei Shell an der Uelzener Straße.

Mehr zur „Luftnummer“ der Shell-Manager steht in der Lünepost vom 30. Januar 2013.