Lüneburg/Hildesheim. Maßregelvollzug. Was wie eine Erziehungsmethode klingt, ist in Wirklichkeit die Unterbringung psychisch kranker Schwerverbrecher. Mörder, Totschläger und Vergewaltiger sitzen im Maßregelvollzug, um die Gesellschaft vor ihnen zu schützen. Erziehung gibt es hier nicht, auch Therapien sind eher selten.

Mitten unter ihnen lebt hinter den hohen Mauern einer Einrichtung in Hildesheim der Lüneburger Sven D. Er hat niemanden umgebracht oder vergewaltigt, sondern eine jahrzehntelange Drogenkarriere samt krimineller Aktivitäten hinter sich. Rund ein Drittel seines Lebens hat er hinter Gittern verbracht. Diebstähle, Urkundenfälschungen und zuletzt ein Raub stehen in seinem Strafregister.

Schon als Kind hat der heute 45-Jährige erste Erfahrungen mit den Drogen gesammelt, die ihn bis heute nicht loslassen. Nun möchte der Familienvater endlich raus aus dem Teufelskreis. Die Lünepost hat Sven D. fast zwei Jahre begleitet, ihn hinter Gittern getroffen. In der aktuellen Lünepost vom 27.12. erzählt er seine Geschichte.