Lüneburg. Das hätte Tote geben können: Auf seiner Fahrt von Hannover nach Hamburg hatte ein ICE der Deutschen Bahn den Bahnhof Lüneburg am Sonntagabend gerade hinter sich gelassen, als es fürchterlich krachte: Bei der Fahrt durch den Haltepunkt in Meckelfeld im Nachbarkreis Harburg raste der Schnellzug um 19.41 Uhr auf mehrere Schottersteine, die Unbekannte auf die Gleise gelegt hatten.

Die Steine flogen im hohen Bogen von den Gleisen und wurden zu gefährlichen Geschossen. Holger Jureczko, Sprecher der Bundespolizeiinspektion in Bremen: „Wegen der herumfliegenden Steinsplitter befanden sich unbeteiligte Reisende auf dem Bahnsteig in Lebensgefahr.“ Dass von den auf andere Züge wartenden Fahrgästen niemand verletzt wurde, war reine Glückssache.

Der Lokführer eines weiteren ICE, der gerade in der Gegenrichtung unterwegs war, bemerkte weitere Steine auf den Gleisen. Er konnte gerade noch stoppen und die Brocken wegräumen. Die Polizei fahndet nach den Tätern und hofft auf Hinweise von Zeugen: Telefon (0421) 16 29 95.