Lüneburg. Seit Fußball-Regionalligist Lüneburger SK das durch seine Klub-Pleite verspielte Stadion in Wilschenbruch vor sechs Jahren verlassen musste, gab es immer wieder Gespräche und Gerüchte über eine neue Heimat. Jetzt scheinen die Pläne für ein neues Stadion tatsächlich konkret zu werden.

Bei einem Fantalk am Donnerstag im Lüneburger Hemingway‘s ließ LSK-Präsident Sebastian Becker die gut 100 anwesenden Anhänger aufhorchen, als er sagte: „Wir sind sehr konkret im Gespräch um das Grundstück.“ Wo das Gelände liegen soll, verriet Becker (noch) nicht. Nach LP-Informationen soll der Grundstücksbesitzer die absolute Geheimhaltung zur Bedingung gemacht haben, bis alles unter Dach und Fach ist.

Finanzvorstand Henning Cons­tien verriet dennoch einige Details: 4,2 Millionen Euro habe die Kosten­ermittlung fürs Bauvorhaben ergeben, das auf einem Erbpacht-Grundstück entstehen soll. Auf den Tribünen sollen 2000 bis 4000 Zuschauer Platz finden, auch an VIP-Bereiche sei gedacht. Ein Trainingsplatz für das Regionalligateam soll direkt nebenan entstehen und eine mögliche Erweiterung der Stadionkapazität werde bei den Planungen bereits berücksichtigt. Sogar um die Besucherzahlen hat man sich schon Gedanken gemacht: Mit „1000 bis 1200 Zuschauer“ kalkuliert Constien.

Präsident Becker: „Wir wollen in den nächsten Monaten Klarheit haben und das Stadion schneller als in fünf Jahren fertig bekommen.“
Bis es soweit ist, läuft der LSK aber weiter als Untermieter in Neetze auf: „Dort sind wir sehr zufrieden, bekommen eine tolle Unterstützung durch den TuS und die Gemeinde“, berichtete Becker in der Talkrunde.

Beim Fantalk erfuhren die Fans außerdem, dass die Pläne für das geplante LSK-Trainingszentrum in der Goseburg fast geplatzt wären und wie die Mannschaft das Trainings­lager in Ägypten erlebte. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Lünepost vom 15. Februar.