Buckelpisten, enge Fahrstreifen, unübersichtliche Kreuzungen, Kopfsteinpflaster – wer in Lüneburg mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat es nicht immer leicht. Die Mitglieder der Inititative „Radentscheid Lüneburg“ stecken den Kopf trotzdem nicht in den Sand – sie sehen Potential in Lüneburg als Fahrradstadt. Damit der Rat der Stadt sich in Zukunft verstärkt dafür einsetzt, möchten sie einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen. Dafür werden die rund 20 Mitglieder und ihre Unterstützer ab April Unterschriften sammeln.

Die Verwaltung sieht das gelassen: „An diesem inhaltlichen Ziel arbeiten wir schon“, sagt Verkehrsdezernent Markus Moßmann. Auch innovative Maßnahmen sind dabei im Blickfeld. So erarbeitet die Stadt zusammen mit der Leuphana im Projekt „Lüneburg Maps“ ein Navigationsprogramm, in dem auch bisher nicht erfasste Wege in der Innenstadt berücksichtigt werden. Und kürzlich wurden vier (Auto-)Parkplätze in Parkstellen für Lastenräder umgewidmet – eine Maßnahme, die jedoch nicht überall auf Zustimmung stieß.

Viele Bauprojekte stehen außerdem auf dem Plan: So werden 2021 insgesamt 3,7 km Radwege in Lüneburg entweder neu gebaut oder saniert. Was Stadt und Kreis sonst noch für Radler tun, lesen Sie in der aktuellen Lünepost vom 10. Februar.