Lüneburg steht auf gegen Rassismus

Aufstehen! Auch Schulen beteiligen sich – wie hier 2016 – an den 3. Lüneburger Wochen gegen Rassismus. Foto: Archiv

Lüneburg. In Deutschland gab es 2017 über 2200 Übergriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte. Das reichte von gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Volksverhetzung und Hausfriedensbruch bis zu schwerer Brandstiftung und Sprengstoffexplosionen. Dabei wurden mehr als 300 Menschen verletzt.

„Beschämend und erschreckend hoch“, kommentiert Bundesjustizminister Heiko Maas diese Zahlen, „daran dürfen wir uns niemals gewöhnen und noch weniger dürfen wir uns damit abfinden.“

Das finden auch viele Menschen in unserer Region und beteiligen sich an den „Lüneburger Wochen gegen Rassismus – für eine offene Gesellschaft“. Vom 12. bis 25. März gibt es Filme, Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, Feste und spontane Aktionen, zu denen alle Lüneburger herzlich eingeladen sind.

An den Aktionen beteiligen sich Vereine, Schulen, Gewerkschaften, Initiativen, Institutionen und Personen aus den Bereichen Bildung, Soziales, Kultur, Sport, Politik, Jugend- und Flüchtlingsarbeit.

Netzwerk-Sprecher und DGB-Regionssekretär Dirk Garvels sagt: „Wir wollen ein klares Zeichen für die Veränderung unserer Gesellschaft in ein diskriminierungsfreies und damit rassismusfreies Gemeinwesen setzen. Mit den Veranstaltungen und Aktionen wollen wir gerade in der angespannten politischen Gegenwart gemeinsam eine Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema Rassismus ermöglichen. Dabei steht das Lernen – voneinander und miteinander – im Vordergrund, um die gesamtgesellschaftliche Aufgabe eines menschenwürdigen Zusammenlebens gemeinsam anzugehen.“

Das Programm steht in der LÜNEPOST vom 7. März 2018.