Lüneburg. Eine unbekannte DNA-Spur, ungenaue Zeugenaussagen, eine fehlende Leiche: Auch erfahrene Kriminalisten stoßen manchmal an Grenzen. Bei etwa fünf Prozent der Tötungsdelikte wird in Deutschland kein Täter gefunden, obwohl allen Spuren und Hinweisen nachgegangen wurde. Im Polizeijargon heißen solche Fälle „Cold Cases“.

Zwei dieser „kalten Fälle“ sind den Lüneburgern besonders bekannt: die Göhrde-Morde von 1989 und das Verschwinden von Birgit Meier wenige Wochen zuvor. Die insgesamt fünf Morde wurden zuletzt neu aufgerollt, erst durch private Initiative, dann durch Ermittler der Polizei.

Der eine „Cold Case“ ist geklärt: Im früheren Haus des längst verstorbenen Friedhofsgärtners Kurt-Werner Wichmann wurden die sterblichen Überreste von Birgit Meier gefunden (LP berichtete).

Bei den Suchmaßnahmen kam aber noch viel mehr zum Vorschein. Mehr als 400 Asservate wurden ausgegraben, sichergestellt und untersucht. Vieles wird nun im Internet veröffentlicht. Davon erhoffen sich die Ermittler des neu eingerichteten Sachgebietes „Cold Cases“ neue Hinweise in bis zu 50 ungeklärten Mordfällen allein im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg.

Alles zum Stand der Ermittlungen und ob Kurt-Werner Wichmann für viel mehr als bisher angenommen verantwortlich war, erfahren Sie in der LÜNEPOST vom Mittwoch, 8. Mai.

Die von der Polizei veröffentlichten Fundstücke gibt es unter diesem Link