Landkreis. Am morgigen Himmelfahrtstag feiern Christen in aller Welt traditionell die Rückkehr von Jesus Christus als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Für viele Männer ist der arbeitsfreie Feiertag aber auch ein Grund, um ihre Rolle als Vater mit dem einen oder anderen Kaltgetränk zu feiern.

Wer dabei zu tief ins Glas schaut – und das sind häufig diejenigen, die noch gar keine Kinder haben –, wird manchmal sogar zum Fall für die Polizei. Daher schickt Kai Richter, Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg, schon  vor dem Vatertag mahnende Worte voraus. Unter dem Motto „Maßhalten statt Maß halten“ apelliert er an Teilnehmer von Vatertagstouren durch die Region: „Leider arteten die Spaziergänge in den vergangenen Jahren öfter in Gewalt und Alkoholmissbrauch aus. In der Region sind Beamte daher am Vatertag wieder besonders aufmerksam, damit es nicht zu Ausfällen kommt.“ Im Fokus stehen dabei beliebte Ausflugsziele der „Vatertägler“.

Auch beim Landkreis hofft man auf einen ruhigen Tag – vor allem mit Blick auf die Natur. „Statt Ruhe und schöne Landschaften zu genießen, verhalten sich einige Ausflügler leider sehr rücksichtslos“, fürchtet Stefan Bartscht, Leiter des Fachdienstes Umwelt. Landschaftswarte werden darauf achten, dass z. B. an der Ilmenau niemand sich daneben benimmt und die Umwelt schädigt. „Bei Verstößen drohen Bußgelder“, warnt Bartscht.

Zudem sollte jeder auch an seinen eigenen Ruf denken, wenn er zur Flasche greift: „Wer sturzbetrunken im Graben liegt, schädigt nicht nur seine Gesundheit, sondern wird auch schnell zum Gespött“, betont Polizeisprecher Kai Richter.