Miese Masche mit der Hecke

Dort haben sie gearbeitet: Ferdinand L. zeigt die Hecke, die in Adendorf von dubiosen Handwerkern zum völlig überteuerten Preis gestutzt wurde. Foto: sst

Lüneburg. Auch wenn ihre Masche nicht neu ist, haben falsche oder reisende Handwerker immer wieder Erfolg: Sie bieten alten Menschen ihre Hilfe zum Beispiel im Garten an. Ist die Arbeit dann (mehr oder weniger zufriedenstellend) erledigt, präsentieren sie ihren Auftraggebern eine satte Rechnung. Die Lünepost berichtete schon häufig von solchen Fällen.

Jetzt ist es wieder passiert. In Adendorf wurde der 86-jährige Ferdinand L. (Name der Redaktion bekannt) in der vorigen Woche besonders perfide abgezockt. „2000 Euro wollten Arbeiter fürs Schneiden meiner Gartenhecke haben“, erzählt der Senior, „dabei warben sie in einer Zeitungsannonce mit 12 Euro pro Stunde.“

Weil L. so viel Bargeld nicht im Hause hatte, drängten ihn die Handwerker dazu, bei der Bank Nachschub zu holen. Völlig eingeschüchtert willigte der Senior ein, ließ sich von den Gärtnern sogar noch zur Sparkasse chauffieren. Kaum hatten sie das Geld in der Hand, machten sich die Abzocker aus dem Staub. Nun ermittelt die Polizei wegen Wuchers.

Warum die Täter in solchen Fällen schwer zu fassen sind, wie die teuren Gärtner auf die Vorwürfe reagieren, lesen Sie in der Lünepost vom 1. September 2021.