Mit dem Turmbläser nach ganz oben

Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk lässt Lüneburgs Turmbläser Manfred Toews die Trompete ertönen. Seit 40 Jahren bläst er jeden Morgen Choräle in alle Himmelsrichtungen. Foto: Chris Schwarz/nh

Lüneburg. Die Tradition des Lüneburger Turmbläsers führt zurück bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Damals versprachen die wohlhabenden Lüneburger Kaufleute, einen Trompeter zu engagieren, der allmorgendlich von St. Johannis in alle Himmelsrichtungen zu Ehren Gottes spielt – wenn das protestantische Lüneburg von Plünderung und Zerstörung durch das katholische Heer verschont bliebe.

So kam es dann auch: Es wurde ein Fonds eingerichtet, aus dem der Turmbläser bezahlt wurde.

1977 wurde die Tradition nach jahrelanger Kirchturm-Restaurierung wiederbelebt und seit 1978 steigt der Lüneburger Manfred Toews allmorgendlich die Wendeltreppen des Kirchturms hinauf.

LÜNEPOST-Reporter Ben Boles durfte ihn begleiten. Sein Bericht steht in der LP-Ausgabe vom 28. November 2018.