Mit dem Rollator auf Rumpelfahrt durch Lüneburg

„Das Lüneburger Kopfsteinpfl aster ist wunderschön und historisch, doch für Gehbehinderte eine Katastrophe!“ Das findet die 78-jährige Christa Behrendsen. Sie hat sich ihre Wege, die sie in Lüneburg geht, danach ausgesucht, wo sie mit dem Rollator gut vorankommt. „Das sind echte Umwege“, sagt die Rentnerin.

Auch Marianne Welter ist mit dem Rollator unterwegs. „Ich bin entsetzt“, sagt die 90-jährige Lüneburgerin, „die Wege in der Stadt sind scheußlich, total unangenehm. Dieses Holperpflaster ist Gift für die Gelenke! Ich kann den Sande nur mit fremder Hilfe überqueren.“ Auch die Bordsteine sind für sie schwer zu überwinden. Für Walter Handschuh aus Bleckede ist Lüneburg ebenfalls schwer zu begehen: „Der Platz Am Sande und der Marktplatz sind für mich am schlimmsten“, klagt er.

Christa Behrendsen ist überzeugt: „An Gehehinderte haben die Stadtväter nicht gedacht!“ Und Marianne Welter fragt: „Könnte man nicht kleine Absenkungen an einigen Stellen schaffen?“ Stadtsprecherin Suzanne Moenck gibt zu bedenken: „Die Bordsteinkannten haben auch einen Sinn. Sie sind z. B. für Sehbehinderte wichtig, und auch das Einsteigen in den Bus ist schwierig. Deshalb können wir sie nicht an allen Stellen absenken.“

Die LÜNEPOST hat mit Senioren und ihren Rollatoren den Test gemacht. Das Ergebnis steht in der LP vom 28. August 2013.