Nach der OP waren die Zähne weg!

Nach 27 Tagen ohne Zähne ist Josef Dombrowski froh, seit Mittwoch wieder neuen Zahnersatz zu haben. „Nicht einmal singen konnte ich in dieser Zeit“, klagt der Stixer Musiker. Foto: karo

Lüneburg. Das war ein bitteres Erwachen – im wahrsten Sinne des Wortes: Als der Rentner Josef Dombrowski aus dem Amt Neuhaus nach einer Notfall-OP im Lüneburger Klinikum wieder zu sich kommt, möchte er gerne seine vorher abgegeben Zahnprothesen wiederhaben.

Doch die sind verschwunden. Abgegeben hatte er sie bei seiner Einlieferung in der Notaufnahme, dann ging alles sehr schnell.

Seine anderen Sachen, auch Geld, Papiere und Autoschlüssel, sind auf der Station im Krankenhaus angekommen. Nur der Zahnersatz nicht.

Doch was ist damit passiert? Das Ganze ist mysteriös. Hat jemand die falschen Zähne gestohlen? Laut Medienberichten soll es ja sogar eine regelrechte Zahnprothesen-Mafia geben.

Die Lüneburger Gesundheitsholding versichert, dass alles regelgerecht zugegangen sei, der Patient sei haftbar.

Das empört den 74-Jährigen Stixer: „Wie hätte ich wohl in der Narkose auf meine Sachen aufpassen sollen?“ Nach wochenlanger Leidenszeit ohne Zähne ist er jetzt voller Tatendrang, will Anzeige bei der Polizei erstatten, sich einen Anwalt nehmen, Schadensersatz fordern.

Ob er sich an der Gesundheitsholding die (neuen) Zähne ausbeißt, das wird sich wohl noch zeigen … Mehr zum Thema steht in der LÜNEPOST vom 7./8. Oktober 2017.