Nationalspieler kickt jetzt für den Lüneburger SK

Freut sich über den Neuen: LSK-Präsident Sebastian Becker (r.) empfing den armenischen Junioren-Nationalspieler Erjanik Ghubasaryan in dieser Woche zur Vertragsunterschrift. Foto: LSK/Poersch

Lüneburg. Obwohl das Transfer­fenster bereits am Montag, 5. Oktober, geschlossen wurde, hat Fußball-Regionalligist Lüneburger SK noch einmal auf dem Markt zugeschlagen: Ab sofort verstärkt der 19 Jahre alte Erjanik Ghubasaryan das Mittelfeld des LSK.

Zuletzt lief er für das U19-Bundesligateam des Hamburger SV auf. Obwohl er dort zum Stammpersonal zählte, bekam er keinen Vertrag für die U23 und ist seit diesem Sommer vereinslos gewesen. Daher konnten die LSK-Verantwortlichen auch jetzt noch aktiv werden.

Den Deal hatte einmal mehr LSK-Chefcoach Qendrim Xhafolli eingefädelt.

Ihn kannte Ghubasaryan noch aus seiner Zeit in der U14 des FC St. Pauli. Xhafolli war dort damals Co-Trainer – und jetzt der erste Ansprechpartner des Kickers mit armenischen Wurzeln, nachdem das überraschende HSV-Aus kam.

Nach einer überstandenen Schambeinverletzung ist Ghubasaryan bereits seit Montag, 5. Oktober, bei den Lüneburgern im Training. Im Auswärtsspiel beim Heider SV (0:0) stand er das erste Mal im LSK-Trikot auf dem Platz.

Gut für den LSK, bitter für den Mittelfeldmann: Wegen seiner Verletzung ist der Junioren-Nationalspieler nicht zum U21-EM-Qualifikationsspiel Armeniens eingeladen worden. Gegner ist kommende Woche Schweden. Dafür steht er aber weiter den Lüneburgern zur Verfügung und kann hier im Training Gas geben.

Bekommt der LSK rechtzeitig vorm Pokalduell mit dem VfB Oldenburg am Mittwoch, 14. Oktober (18.30 Uhr), auf dem B-Platz in Neetze die Kurve? Beim Heider SV konnten die Lüneburger nur bedingt Selbstvertrauen tanken.

Geht es nach Teamchef Rainer Zobel, wäre Ghubasaryan nicht der einzige Neue, der künftig für den LSK aufläuft. Die Rückholaktion von Verteidiger Elizer Correia Cà scheiterte aber an den finanziellen Möglichkeiten der Lüneburger.