Neetze. Bezirksliga-Meistertitel und Landesliga-Aufstieg konnte David Mehl mit dem TuS Neetze bereits feiern – jetzt gab‘s noch einen Grund zur Freude: Mit 26 Treffern gewann der Stürmer auch die „Tor-Top 20“ der Lünepost. In dieser Wertung bringt die LP seit 2007 ligaübergreifend die besten Torschützen aus der Region zusammen.

In dieser Saison gewann Mehl nicht nur die Punktewertung, sondern war auch der Schütze mit den meisten Treffern, gefolgt von Noel-Maximilian Pöhle aus Scharnebecks Kreisklassen-Team (25 Tore).

Und: Mehl konnte mit dem 1. Platz seinen Titel verteidigen: Vor den zwei abgebrochenen Corona-Spielzeiten war er 2019 mit 28 Treffern für den damaligen Landesligisten SV Eintracht Lüneburg der letzte Titelträger.

„Die Auszeichnung krönt die ganze Saison”, freut sich Mehl über die Urkunde, legt aber gleich zwei Danksagungen nach. Eine gilt seiner Frau und den beiden Kindern, die seine Fußballleidenschaft unterstützen. Und die zweite dem Team: „Klar macht man auch mal ein paar Tore mit individuellen Aktionen – aber so eine Zahl klappt nur im Gesamt­paket!”

2019 kam Mehl von der Eintracht nach Neetze. „Hier sind menschlich alles Super-Leute“, beschreibt er einen Erfolgsfaktor. „Ich mache 10, 15 Tore mehr, wenn ich die Leute gut kenne und sie mich gut kennen.” Ein Beispiel: „Philip Gruhn kenne ich seit sieben Jahren, schon aus Eintracht-Zeiten. Auf ihn kann ich mich zu 100 Prozent verlassen. Er weiß, wann ich starte und wo ich den Ball haben möchte.” Und dann gibt‘s im Team ja auch noch Routiniers wie Matti Grahle, Lasse Wyremba oder Alexander Gerlach – „alles Leute, die uns weit nach vorn bringen und die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen.” Mehl ist überzeugt: „Alle müssen sich verstehen, dann schießt man auch vorn viele Tore.”

Jetzt geht es für Mehl mit dem TuS Neetze in die Landesliga. Frühzeitig hatte er um eine Saison verlängert. „Ich bin auch mit 34 immer noch ehrgeizig wie mit 20, 21. An meiner Einstellung hat sich nichts geändert, ich habe da noch richtig Bock drauf!“

Noch aber ist Sommerpause – und damit auch mal Zeit für andere Aufgaben. Aktuell absolviert Mehl die Tischler-Meisterprüfung in Hamburg. „Wenn alles gut läuft, bin ich Ende August damit durch.“ Dann läuft die neue Spielzeit – und bei Mehl wächst schon die Vorfreude: „Wir haben da wirklich etwas Tolles geformt: Prima-Sponsoren, ein Prima-Vorstand, jetzt noch Topzugänge wie Lukas Pägelow”, sieht Mehl den Aufsteiger gut aufgestellt. Auch Neu-Trainer Michael Lindner sei ein Faktor: „Er bringt nochmal was anderes rein, um uns weiterzuentwickeln.“

Klar ist: David Mehl dürfte auch 2023 um den Titel der „Tor-Top 20″ mitmischen. Trotz der starken Quote sieht er sogar noch Potenzial: „Ich habe zwar oft getroffen, war aber nicht 100 Prozent fit. Da geht noch mehr …“, blickt er nach vorn.

Das sind die Tor-Top 20 der LÜNEPOST der Saison 2021/22: