Lüneburg. Gabriele Kerner, viel besser bekannt als Nena (Foto), war schon immer berüchtigt dafür, dass sie mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hält. Als die NDW-Legende und Sängerin des 83er-Welthits „99 Luftballons“ im vorigen Jahr aber die Corona-Auflagen bei mehreren ihrer Livekonzerte kritisierte, war sie in den Medien und bei vielen Fans unten durch und ganz fix auf derselben Stufe wie die Querdenker Attila Hildmann oder Xavier Naidoo angelangt.
Dabei lagen die Dinge bei ihr etwas anders als beim in die Türkei geflüchteten Vegan-Papst und dem ins rechtspopulistische Milieu abgerutschten Sänger. Nenas Kritik bezog sich größtenteils auf die Hygiene- und Abstandsregeln bei ihren Konzerten. Nachdem Auftritte abgebrochen wurden, war es ziemlich ruhig geworden um die 62-Jährige. Anders als zum Beispiel Helge Schneider, der erst durch ganz ähnliche Kritik aufgefallen, dann aber schnell und wortgewandt zurückgerudert war, sah man Nena fortan gar nicht mehr in der Öffentlichkeit.
Beim Lüneburger Kultursommer wagt die Wahl-Hamburgerin nun ihr Live-Comeback. Am Donnerstag, 14. Juli, spielt sie beim Festival alte Hits und neue Songs vom Album „Licht“.
An diesem Wochenende startet der Vorverkauf – auch beim Medienhaus Lüneburg, Am Sande 19. Die Nachfrage nach Tickets für die Konzerte der weiteren Künstler ist groß: Cro ist ausverkauft, auch für Helge Schneider sind nicht mehr viele Karten erhältlich.
Anders als in den Vorjahren gelten bei den Sommerkonzerten auf den Sülzwiesen keine großen Corona-Regularien mehr. Statt maximal 2000 Besucher auf Sitzplätzen können diesmal 4000 Fans die Auftritte im Stehen verfolgen. Das wird auch Nena freuen …