Orchesterhaus
steht in Flammen

Verschmorte Notenbücher, verkokelte Uniformen, geschmolzene Instrumente und ein bis auf die Grundmauern niedergebranntes Orchesterhaus: Ein Großbrand auf dem Gelände des VfL Lüneburg am Grasweg hat am Donnerstag für hohen Sachschaden gesorgt. Nachdem die Brandmeldung gegen 6 Uhr am Morgen eingegangen war, rückten rund 50 Feuerwehrleute an – viel tun konnten diese allerdings nicht mehr.

Die ehemaligen Umkleidekabinen, die das Stadtorchester vor allem für seinen Nachwuchs nutzte, standen lichterloh in Flammen, das Feuer fraß sich durchs Holz und durch die Styropor-Isolierung. Bis in den Vormittag waren die Brandbekämpfer unter den Augen u. a. von VfL-Orchesterchef Matthias Böke mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei von rund 80.000 Euro Sachschaden aus. Der VfL rechnet mit einer deutlich höheren Summe, schließlich wurde ein Großteil der Orchesterausstattung (Gesamtwert rund 25.000 Euro) Opfer der Flammen.

Glück im Unglück hatte das Erwachsenen-Orchester, dessen Instrumente in den Proberäumen der Theodor-Körner-Kaserne untergebracht sind. Dort soll künftig auch der Orchesternachwuchs proben.