Polizei rettet Welpen Elvis

Diesen niedlichen Border-Collie-Welpen hat die Polizei aus den Händen eines Straftäters gerettet. Foto: sst

Lüneburg. Er heißt Elvis, ist erst fünf Wochen alt, sieht aus wie ein kleiner Panda – und seit Donnerstag verzückt er das Lüneburger Tierheim.

Doch bevor er hier in der Quarantäne-Station landete, hat der kleiner Border-Collie-Welpe einiges mitgemacht: „Es besteht der dringende Verdacht, dass der Kleine in Halberstadt in Sachsen-Anhalt entwendet wurde“, berichtet Polizei-Pressesprecherin Antje Freudenberg.

Auf dem Lüneburger Bahnhof wurde Elvis am Donnerstag in Begleitung eines 31-Jährigen von der Polizei aufgegriffen. Der Mann ist ein bundesweit gesuchter Straftäter, der vor allem im Allgäu, in Amberg, Kempten und Waldshut, als Dieb und Einbrecher in Erscheinung getreten sein soll.

Auf seiner Reise in den Norden, so eine Vermutung der Polizei, muss der Mann den Hund entwendet haben. Der Welpe wartet nun im Tierheim auf seine Rückkehr in die Heimat, der Mann in der Untersuchungshaft auf seinen Prozess.

Die Lünepost-Tierexpertin Simone Steinbrenner hat Elvis besucht. Sie sagt: „In dem Alter gehören Hunde eigentlich noch zu ihrer Mutter, dürfen keine Isolation erfahren.“ Deshalb sollte schnell die Rückführung nach Halberstadt über die Bühne gehen: „Das ist enorm wichtig für die psychische Entwicklung, damit Elvis kein Trauma davonträgt.“

Ein Telefon-Trauma befürchten die Mitarbeiterinnen des Lüneburger Tierheims, die betonen, dass Elvis nicht an hiesige Tierfreunde vermittelt werde. Diese sollen daher unbedingt von Anrufen oder gar Ortsbesuchen absehen. Das Tierheim hat mit Elvis‘ Besitzern Kontakt aufgenommen.