Positive Bilanz: Weniger Arbeitslose als im Jahr 2016

Die Lüneburger Agentur für Arbeit. Foto: be

Lüneburg. Im Dezember waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcenter im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen 14.544 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm zwar gegenüber November saisonbedingt um 165 Personen
(1,1 Prozent) zu. Im Vergleich zu Dezember 2016 verringerte sich die Arbeitslosigkeit aber um 789 Personen (5,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,9 Prozent und damit
0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat. Für den Vorjahresmonat war noch eine Quote von 5,1 Prozent berechnet worden. 

Im Landkreis Lüneburg waren nach Auskunft der Arbeitsagentur im Dezember 4.977 Menschen ohne Arbeit und damit 0,1 Prozent mehr als im November, aber
7,2 Prozent weniger als im Dezember 2016. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei
5,2 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt zeigte im Dezember eine für diese Jahreszeit typische Entwicklung. Anhaltspunkte dafür sind eine geringere Dynamik und eine prozentual stärkere Zunahme bei der Personengruppe der arbeitslosen Männer“, so Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, „gleichzeitig können wir jedoch erstmals nach der Fusion der Arbeitsagenturen Lüneburg und Uelzen eine Arbeitslosenzahl im Dezember verzeichnen, die unter der Marke von 15.000 liegt.“

„Auch wenn die Dynamik abnahm, war der Arbeitsmarkt von Bewegung geprägt“, verdeutlicht Kuechler-Kakoschke. So verzeichneten die Arbeitsagenturen und Jobcenter im Bezirk allein im Dezember 3.472 neu oder erneute Arbeitslosmeldungen. Damit verringerte sich die Zahl der so genannten Zugänge gegenüber November um 417 Zugänge (10,7 Prozent). Gleichzeitig wurden 3.291 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit registriert, 559 Abgänge (14,5 Prozent) weniger als im November.

Traditionell arbeiten in witterungsabhängigen Branchen, wie dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe oder dem Garten- und Landschaftsbau überwiegend Männer. Sie sind daher im Winter öfter von Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen, die häufiger in Dienstleistungsberufen arbeiten. Von November auf Dezember stieg die Zahl der arbeitslosen Männer um 179 Personen (2,2 Prozent) auf 8.169 Personen. Gleichzeitig nahm die Arbeitslosenzahl bei den Frauen um 14 Personen (0,2 Prozent) auf 6.375 Personen ab.