Prächtige Stimmung beim Handelsball

Vorfreude beim Vorstand: Bevor es zum Essen und Tanzen ging, posierten (v. l.) Stefan Wabnitz und Susanne Luy, Max-Emanuel und Mareike Manzke, Ernst und Petra Hildebrandt, Michael und Andrea Zeinert, Hans-Peter und Elke Reers, Christine und Frank Dalock sowie Dörte und Michael Jurr fürs Foto.Fotos: Nico

Lüneburg. Wenn zahlreiche Männer und Frauen in eleganten Smokings und hinreißenden Abendkleidern am Lüneburger Hotel Seminaris eintreffen, dann steigt dort der traditionelle Handelsball des Vereins Lüneburger Kaufleute.

Am vergangenen Samstag ging der gesellige Abend in seine 71. Auflage. Und auch dieses Mal gab es für Kaufleute-Präsident Michael Zeinert und seine Vorstandskollegen allerlei Hände zu schütteln. Mehr als 200 Gäste waren dabei – von Unternehmern über Anwälte, Ärzte und Apotheker bis hin zu Heiko Meyer, Chef des Lüneburger City-Managements, Bürgermeister Eduard Kolle (SPD) und dem CDU-Bundestagsabgeortneten Eckhard Pols.

Die Stimmung war prächtig, man kennt und schätzt sich. So wurde schon während des Empfangs angestoßen und ausgiebig geplaudert. Nachdem alle Gäste ihren Platz gefunden hatten, ergriff der Präsident das Wort: „Blicken wir auf das Jahr 2017 zurück“, sagte Zeinert, „das war für unseren Verein nämlich überaus gelungen.“

Die Veranstaltungen waren gut besucht, teilweise sogar restlos ausverkauft und bei der Mitgliederzahl habe es einen ordentlichen Sprung nach oben gegeben. Das freute Michael Zeinert und seine Vorstandskollegen besonders.

Und: „Der Altersdurchschnitt der Neumitglieder betrug 38 Jahre – damit zeigt sich, dass der Verein auch für jüngere Menschen attraktiv ist.“

Der Präsident lobte auch, dass längst nicht mehr nur Kaufleute im Verein seien, wie es der Name vermuten ließe, „sondern auch viele Menschen, die Verantwortung in Institutionen, Behörden, Kliniken, Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzleien tragen“. Das sei nur konsequent, denn: „Was in diesen Häusern gemacht wird, gehört im 21. Jahrhundert zur wirtschaftlichen Realität der Hansestadt“, so Zeinert.

Er fand aber auch deutliche Worte in Richtung der Politik. So forderte er zum Sonntag-Shopping: „Wichtig erscheint mir, dass der gesetzlich erforderliche Anlassbezug der verkaufsoffenen Sonntage aufgehoben wird.“ Damit gebe es mehr Rechtssicherheit für den Handel.

Außerdem kritisierte der Präsident, dass die Innenstadt-Entwicklung leide, weil viele Immobilienbesitzer nicht mehr vor Ort seien „und keine Verantwortung für den Standort übernehmen“.

Zeinert weiter: „Wie auch in einigen anderen Bundesländern soll es künftig in Niedersachsen die Möglichkeit geben, auf freiwilliger Basis Standortgemeinschaften zu gründen, der sich Einzelne dann nicht mehr entziehen können.“ Das könne ein sehr wirksames Instrument für die Lüneburger City werden – „wenn es bürokratiearm und praxisnah gestaltet wird“. Dafür wolle man werben.

Anschließend wurde lecker gespeist. Nach einem Steckrüben-Birnensüppchen wurde geschmorter Tafelspitz an Kartoffel-Selleriepüree serviert. Zum Dessert gab‘s Lüneburger Kaufmannscréme. Und danach schwangen die Gäste zur Live-Musik von Nite Club bis spät in die Nacht das Tanzbein …