Lüneburg. Thomas Anders ist Pop- und Schlagerstar, Produzent, Songwriter und TV-Moderator. Bekannt wurde er an der Seite von Dieter Bohlen bei Modern Talking. Aber auch als Solokünstler ist er erfolgreich. Ende März erscheint das neue Album „Thomas Anders Cosmic“ – und jetzt hat er auch noch eine Gastrolle in den „Roten Rosen“. Am Donnerstag war Thomas Anders für die Dreharbeiten in Lüneburg. Die LÜNEPOST sprach mit ihm in einer kurzen Drehpause.

LÜNEPOST: Herr Anders, wie kam es zu der Gastrolle?
Thomas Anders (lacht): „Wollen Sie die lange, interessante Geschichte oder die Wahrheit?

LÜNEPOST: Wir sind immer für die Wahrheit!
Anders: „Das ist schnell erzählt. Es gab eine Anfrage beim Management und ich habe zugesagt.“

LÜNEPOST: Wie gut kennen Sie die Roten Rosen?
Anders: „Wer kennt die Rosen nicht? 14.10 Uhr ist zwar jetzt nicht die klassische Fernsehzeit für mich. Normalerweise bin ich ja auch viel im Ausland unterwegs, aber trotzdem habe ich es hin und wieder geschafft, die Serie zu schauen.“

LÜNEPOST: Sie spielen sich selbst. Aber mit wem spielen Sie und worum geht es genau?
Anders: „Da darf ich nicht zu viel verraten, aber es geht darum, dass ich zu Gast in Lüneburg bin. Weil die Großmutter von David Wagner ein glühender Fan von mir ist, möchte er unbedingt ein Autogramm von mir – aber ich entwische ihm immer, das hat schon fast was von Tatort …“

LÜNEPOST: Aber es fließt kein Blut?
Anders: (lacht) „Nein, höchstens Rosenblätter. Aber es kommt natürlich zu einem Happy End.“

LÜNEPOST: Hatten Sie Gelegenheit, etwas von Lüneburg zu sehen?
Anders: „Ich bin Mittwoch hier angekommen und habe ein wenig von der Stadt sehen können. Ich muss sagen, die Altstadt sieht aus wie eine Filmkulisse. Aus meinem Hotelzimmer blicke ich direkt auf Ihr kleines Flüsschen, wie heißt das noch?“

LÜNEPOST: Die Ilmenau.
Anders: „Genau die Ilmenau. Also ich muss schon sagen, die Lüneburger können sehr stolz sein auf ihre Stadt!“

LÜNEPOST: Können Sie ein wenig die Schauplätze in der Serie beschreiben?
Anders: „Ich hatte unter anderem eine Szene auf dem Salzmarkt und auch in der Hotel-Lobby. Ich werde von dieser wunderbaren Mannschaft durch die Produktionshalle zu den einzelnen Drehorten geführt. Alleine würde mich sonst in dieser riesigen Halle verlaufen.“

LÜNEPOST: Haben Sie auch früher geschauspielert?
Anders: „Schauspielern, das ist schon eine Sache für sich. Natürlich stand ich schon für Videos vor der Kamera, dann aber mit Gesang. Aber in der Tat habe ich schon mal bei einem schwedischen Film mitgewirkt vor gut 25 Jahren. Der hieß ‚Stockholm Marathon‘. Da habe ich sogar die dritte Hauptrolle gespielt, einen Sänger, der ermordet wird, also fast wie im Tatort (lacht).“

LÜNEPOST: Vielleicht wird es ja noch was mit dem richtigen „Tatort“?
Anders: „Vielleicht eine Leiche!?“

LÜNEPOST: Rote-Rosen-Darsteller erzählen immer, dass sie viel Text lernen müssen. Sie auch?
Anders: „Der Text hält sich in Grenzen und da ich ja nicht in einen anderen Charakter schlüpfen muss, ist das auch völlig machbar. Ich spiele mich selbst und muss dann nur auf den Dialog achten.“

LÜNEPOST: Singen Sie auch?
Anders: „Ja, ich werde auch ein wenig singen …“

LÜNEPOST: Wie sieht es bei Ihnen jetzt in der Corona-Pandemie aus? Müssen Sie künstlerisch auf Vieles verzichten?
Anders: „Nein, es ist nicht weniger geworden, außer dass Auslandsreisen wegfallen. Ich hatte im Herbst sieben Fernsehsendungen, ich mache viel Social Media. Im vergangenen Jahr erschien das Nr. 1 Duett-Album mit Florian Silbereisen und im März kommt dann mein englischsprachiges Album. Wir probieren momentan corona-bedingt viel aus und Ausprobieren ist auch eine Form der Kreativität.“

LÜNEPOST: Noch eine ganz andere Frage: Halb Deutschland munkelt, …
Anders: „Nein meine Frau ist nicht schwanger …“

LÜNEPOST: Gut, das zu wissen, aber halb Deutschland munkelt, dass Sie in der Pro7-Sendung „Masked Singer“ die Schildkröte sind. Stimmt das?
Anders (lacht ein wenig gequält): „Wer stellt mir diese Frage eigentlich nicht? Ich werde schon seit der ersten Staffel dieser Sendung gefragt, ob ich irgendwer aus dieser Sendung bin. Wenn ich es wäre, dürfte ich es nicht sagen, und weil ich es nicht bin, sage ich: Nein.“

LÜNEPOST: Herr Anders, vielen Dank für das nette Gespräch.
Anders: „Danke ebenfalls und bleiben Sie gesund!“