Schau hin, was Deine Kinder gucken!

Belustigt oder geschockt: Kinder und Jugendliche reagieren ganz unterschiedlich auf z. B. pornografische Inhalte im Netz. Eltern sollten daher in jedem Fall das Gespräch suchen. Foto: klicksafe/Maribelle Photography

Das Internet ist aus dem Alltag unserer Kinder schon nicht mehr wegzudenken. „Neben einer Vielzahl von Möglichkeiten und Chancen, die neue Medien bieten, bergen sie jedoch auch Risiken und Gefahren“, warnt die Lüneburger Stiftung Medien- und Onlinesucht.

Eine dieser Gefahren sei Internet-Pornographie:

„Sexuelle Begriffe sind die am meisten abgefragten bei allen Suchmaschinen. Unsere heranwachsenden Kinder erleben eine fast uneingeschränkte Verfügbarkeit und praktizieren somit ein unauffälliges ungeschütztes Konsumieren“, heißt es weiter.

Hinzu kommt das sogenannte Sexting, das Filmen oder Fotografieren sowie Verbreiten eigener sexueller Handlungen.

Besonders gefährlich in diesem Fall: Bekommen die Falschen die Fotos und Filmchen in die Finger, sind sie schnell in Klassenchats und ähnlichen Gruppen geteilt. Der Betroffene wird so bloßgestellt – ein schwerer Fall von Mobbing.

Fast alle Eltern hatten in ihrer Kindheit nicht das Problem, sich mit ihren Erziehungsberechtigten auseinandersetzen zu müssen, wann man ein Handy haben und wie lange damit im Internet surfen darf.

Daher wissen sie oft nicht, wie sie ihren eigenen Nachwuchs in diesem Punkt erziehen soll. Ein Verbot macht das Internet nur umso interessanter. Außerdem soll das weltweite Netz auch mal für Hausaufgaben-Recherche genutzt werden.

Einen Zugriff auf jugendgefährdende Inhalte komplett verhindern kann man nicht. So hilft Eltern meist nur ein offenes, vertrauensvolles Gespräch.

Mehr zum Thema steht in der LÜNEPOST vom 2./3. September 2017.