Schluss mit laut & lustig!

Zu laut gesungen? Ben Boles trat bei der Nacht der Clubs im Lüneburger Lokal „blaenk“ auf. Das Publikum war begeistert – ein Anwohner weniger. Der hatte um 22 Uhr wegen Ruhestörung die Polizei alarmiert. Foto: t&w

Lüneburg. Ben Boles hatte sich richtig auf die Lüneburger „Nacht der Clubs“ am vorigen Samstag gefreut. Denn der Sänger und Gitarrist, Lesern auch als LÜNEPOST-Kolumnist bekannt, war am Abend im „blaenk“ gebucht. In der neuen Bar an der Lünertorstraße sollte der fröhliche Rheinländer, der über 250 Songs im Repertoire hat, das Publikum locken und in Wallung bringen.

Das klappte auch prima. Der Laden rappelvoll, die Gäste hatte ihren Spaß. Sie sangen, klatschten und tanzten mit.

Doch es hatte sich schnell ausgesungen. Schon kurz nach 22 Uhr stand die Polizei im „blaenk“. Ruhestörung! Ein Nachbar hatte sich beschwert.

Freundliche, aber klare Ansage der Beamten: Verstärker aus, Zimmerlautstärke! Ben Boles war – ohne Schlagzeug im Rücken – in der Lautstärke zum Glück flexibel. Er machte einfach leiser weiter und hielt die Stimmung hoch.

Doch der Künstler fragt: „Kann es wirklich sein, dass ein einzelner Nachbar, der sich gestört fühlt, eine ganze Veranstaltung stoppen kann? Ist das demnächst auch beim Lüneburger Stadtfest oder bei den Sülfmeistertagen möglich? Die ,Nacht der Clubs‘ war doch eine Veranstaltung der Lüneburg Marketing GmbH, die von der Stadt genehmigt war.“

Boles ging auf Recherche-Tour. Seine Erkenntnisse stehen in der LP vom
11./12. November 2017.