Lüneburg. Es war Freitag, 12. April, gegen 16 Uhr, als ein Feuerwehrauto nach dem anderen mit Blaulicht und Sirene über den Platz Am Sande in Richtung Heiligengeiststraße düste. Im Senioren- und Pflegestützpunkt der Hansestadt Lüneburg, gleich neben der Heiligengeistschule, war im hinteren Anbau ein Feuer ausgebrochen.

„In einem Zimmer im 1. Obergeschoss hat es angefangen zu brennen“, erklärte Feuerwehr-Sprecher Daniel Roemer noch vor Ort, „das Feuer schlug dann sofort auf den Dachstuhl um, der daraufhin über die gesamte Länge abbrannte.“

Die Brandursache sei noch nicht ganz sicher, vermutlich habe aber ein Bewohner vergessen, den Herd auszustellen. Sechs der insgesamt 13 Bewohner sowie zwei Mitarbeiter des Seniorenheims wurden durch Rauchgase leicht verletzt.

Die Bewohner wurden über Leitern aus dem Obergeschoss gerettet. Der Rauch war über weite Teile der Innenstadt zu sehen. Die Polizei musste den Einsatzort um den Lambertiplatz, die Heiligengeiststraße und die Ritterstraße während der Löscharbeiten umfangreich absperren.

Auch Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge eilte zum Brandort und machte sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Feuers:

„Es ist immer ein Alptraum, wenn es in der Altstadt brennt“, so Mädge mit ernstem Gesicht, „glücklicherweise haben wir in Lüneburg eine tolle Feuerwehr, die schnell reagiert. Wir haben Glück, dass alle Personen im Gebäude gerettet wurden und dass die Feuerwehr ein Übergreifen auf die Schule verhindern konnte“, so Mädge. Alle Bewohner des Stifts wurden in anderen Einrichtungen der Stadt untergebracht.

Um 17.14 Uhr kam dann die erlösende Nachricht: „Das Feuer ist endgültig unter Kontrolle.“