Snow Dome: Ostern ist Schluss

Diese Nachricht schlug Dienstagmittag ein wie eine Bombe: Der Snow Dome in Bispingen, die größte Wintersporthalle in Norddeutschland, stellt den Geschäftsbetrieb zum 31. März ein. „Aufgrund von notwendigen Sanierungen in größerem Ausmaß haben sich die Eigentümer und Investoren des Snow Dome zu einer Schließung Ende März entschlossen“, heißt es in einer Presseerklärung.

Auf einer Betriebsversammlung informierte die Geschäftsführung am Dienstag alle Mitarbeiter – 137 feste und etwa 100 Saisonkräfte – über die bevorstehende Schließung und die damit einhergehenden Kündigungen. „Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde ein Interessensausgleich und Sozialplan für alle Beschäftigten vereinbart“, heißt es aus dem Snow Dome. Bispingens Bürgermeisterin Sabine Schlüter: „Dass es Probleme gab, eine technische Sanierung notwendig ist und die Auslastung besser sein könnte, das wussten wir. Aber in diesem Tenor kam es dann doch überraschend.“

Bis Ostern wird der Betrieb auf der 300 Meter langen „Heide-Gletscher“ direkt an der Autobahn 7 noch weitergeführt. Was danach aus der 2006 eröffneten, 35 Millionen Euro teuren Halle, der Wellenreit-Anlage und dem angeschlossenen Hütten-Hotel wird, steht in den Sternen.

Bürgermeisterin Schlüter gibt sich kämpferisch: „Von Insolvenz und/oder Standortaufgabe ist nicht die Rede. Der Snow Dome ist eine Skihalle und bleibt eine Skihalle.“ Sie hofft, dass die Schließung der Anlage in den umsatzschwachen Monaten dazu dient, „die Betriebskosten zu senken und den Standort zu sichern und zu erhalten“. Diesen Eindruck habe die Bispinger Verwaltungschefin bei Gesprächen mit der Investorenfamilie Falkner aus dem österreichischen Skigebiet Sölden gewonnen.