Stintfest fällt ins Wasser

Fest-Frust: Die Enttäuschung über die Absage des Stintfestes steht den Wirten Heinz Schulz (l.) und Jörg Humpke ins Gesicht geschrieben. Foto: bb

Lüneburg. Vor gut 30 Jahren haben Alfred Heger, Urvater der LÜNEPOST-Kolumnisten, und Schallander-Wirt Manni Vogt das Lüneburger Stintfest aus der Taufe gehoben. Nach Hegers Tod vor knapp zehn Jahren übernahm Wirt Heinz „Heinzi“ Schulz die Organisation.

Das Stintfest war und ist eine der großen Traditionsfeten der Stadt. Nachdem es in den vergangenen beiden Jahren wegen der Großbaustelle am abgebrannten Lösecke-Haus ausfallen musste, wollten Schulz und der neue „Ente“-Wirt Jörg Humpke diese Tradition wieder aufleben lassen und Anfang Oktober zum Stintfest laden.

Doch daraus wird nichts: „Wir haben wie immer beim Ordnungsamt eine Sondergenehmigung für das Stintfest von 16 bis 24 Uhr beantragt“, erklärt Humpke der Lünepost.

Eine Genehmigung wurde auch erteilt, allerdings nur bis 22 Uhr. „Zuerst dachte ich, das wäre ein Druckfehler, doch ein Anruf beim Ordnungsamt stellte klar, dass das tatsächlich ernst gemeint war“, sagt Humpke.

Kollege Schulz ergänzt kopfschüttelnd: „Zur Begründung hieß es, es habe vor zwei Jahren massive Beschwerden eines Hotelbetriebes in der Nachbarschaft gegeben – dabei haben wir vor zwei Jahren weder ein Stintfest gehabt, noch waren wir beim Stadtfest dabei …“

Fest steht für das Ente-Team, dass ein Stintfest in diesem zeitlichen Rahmen nicht umsetzbar ist.

Schulz und Humpke frustriert: „Vor 19 Uhr brauchen wir mit Live-Musik gar nicht erst starten. Und wenn wir um 22 Uhr schon die Bürgersteige hochklappen, wir draußen Hähne und Musik abdrehen müssen, dann ergibt ein Stintfest für alle Beteiligten keinen Sinn.“

Was das Ordnungsamt sagt, ob es Alternativen gibt, steht in der LÜNEPOST vom
22./23. September 2018.