SVG-Volleyballer: Mit Seeed zum Sieg

Pompe punktet: Der SVG-Kapitän freut sich auf das nächste Match in der Reppenstedter „Gellersenhölle“. Foto: be

Reppenstedt. Riesengroß war der Jubel am Sonntag im Lager der SVG-Volleyballer: Mit einem 3:1-Sieg schafften die Lüneburger bei den United Volleys Frankfurt den Sprung ins Pokal-Halbfinale. Das steigt am Donnerstag, 13. Dezember, in der CU-Arena in Hamburg.

Doch zunächst kommt am Samstag, 1. Dezember, der TV Rottenburg in die Reppenstedter Gellersenhalle. Los geht‘s um 19 Uhr.

Die Lünepost sprach mit SVG-Teamkapitän Matthias Pompe über die Euphorie nach dem Pokal-Coup und die bevorstehenden Aufgaben.

Lünepost: Matthias, herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins Halbfinale. Wie habt ihr am Sonntag noch gefeiert?
Matthias Pompe: „Wir sind länger in der Halle geblieben als sonst und haben es erstmal sacken lassen. Im Bus hat Flo (Florian Krage, Anm. d. Red.) seine Playlist abgespielt und Cody (Cody Kessel, Anm. d. Red.) die Würfel rausgeholt. Es war eine sehr gediegene Rückfahrt.“

Lünepost: Wer ist das größte „Feierbiest“ im Team?
Pompe: „Oh, das ist schwer, da das Feiern bei dem Pensum, das wir abrufen, sehr selten ist. Da bei uns im Training immer Musik läuft, könnte man anhand der Bewegungen und des Musikgeschmacks vielen ein gewisses schlummerndes Potential nachsagen …“ (lacht)

Lünepost: Und wer ist für die Musik zuständig?
Pompe: „Wir feiern entspannt im Bus, singen mal oder hören wie jetzt zuletzt von Flo oder Ray (Ray Szeto, Anm. d. Red.) Musik. Da läuft dann Trance, Black, ab und an mal Seeed.“

Lünepost: Gibt‘s nach solch einem Erfolg vom Trainer einen freien Tag extra?
Pompe: „Wir versuchen, unseren Ablauf so gut es geht gleich zu halten. Das bedeutet, dass der Tag nach dem Spiel meistens frei ist – ob Sieg oder Niederlage. Also: Ja, wir hatten frei, aber das war vorher schon klar.“ (lacht)

Lünepost: Im Pokal-Halbfinale geht es gegen Berlin. Gefällt Dir das Los?
Pompe: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir ein Heimspiel haben und nicht die Reise nach Friedrichshafen antreten müssen – zumal wir zwei Tage später das Nordderby gegen Giesen haben.“

Lünepost: Es wird ein Heimspiel, das aber nicht zu Hause in Reppenstedt, sondern in Hamburg steigt …
Pompe: „Es ist schön, den Fans so ein Halbfinale schenken zu können – und dann noch gegen den Deutschen Meister. Wir können glücklich sein, überhaupt in Hamburg zu spielen, es hätte auch noch weiter weg sein können. Nun werden wir versuchen, in Hamburg ein- oder zweimal zu trainieren. Das sieht aber schlecht aus, da wir auf einen voll belegten Hallenplan in einer anderen Stadt mit unterschiedlichen Vereinen treffen. Für unser Management und die Ehrenamtlichen wird dieses Spiel wieder eine Herkules-Aufgabe, da am Mittwoch nachts auf-, Donnerstag nachts ab- und am Freitag in Reppenstedt alles wieder aufgebaut werden muss. Hoffentlich ist bald unsere Arena da, das würde alles erleichtern.“

Lünepost: Was erwartet Euch gegen Rottenburg?
Pompe: „Endlich nach langer Zeit mal wieder ein Heimspiel. Wir freuen uns wahnsinnig auf die Stimmung in der ‚Gellersenhölle‘. Rottenburg hat das letzte Spiel gewonnen, ich erwarte, dass sie aggressiv aufschlagen und mit breiter Brust aufspielen.“

Lünepost: Wie groß ist die Gefahr, nach so viel Pokal-Euphorie Rottenburg zu unterschätzen?
Pompe: „Da mach ich mir keine Sorgen, da jeder Gegner in dieser Liga gefährlich ist und das auch in allen Köpfen drin ist.“

Lünepost: Aktuell Platz 4 in der Liga und Halbfinale im Pokal: Warum kann diese Saison die beste der SVG-Bundesliga-Geschichte werden?
Pompe: „Es wäre schön, wenn sie das wird, und ich bin der Letzte, der das nicht möchte. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Packen wir es an und schauen, was am Ende dabei rauskommt!“