Thema im Rat: Alles Bio in Lüneburgs Kitas?

Andrea Amri-Henkel (29, zwei Kinder) aus Lüneburg: „Schadstofffreies und gesundes Essen ist gerade in der Phase zwischen ein und sechs Jahren wichtig. Schon im Jahr 2011 hat die Stadt Lüneburg sich dazu verpflichtet, in möglichst vielen Bereichen auf ökologisches Essen umzustellen. Dieser Richtlinie ist die Stadt im Kita-Bereich bislang wenig bis gar nicht nachgegangen.“ Foto: sst

Lüneburg. Essen, abgestimmt auf die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), sowie einen gestaffelt steigenden Bio-Anteil in den Mahlzeiten bis zur 100-Prozent-Quote – das fordert die Fraktion der Linken in einer Beschlussvorlage an den Lüneburger Rat. Unterstützt sieht sie sich dabei von vielen Lüneburger Eltern.

Im Vorfeld der Ratssitzung am Donnerstag, 18. Mai (17 Uhr, Huldigungssaal), informierte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende An­drea Amri-Henkel in dieser Woche bei einer Flugblatt-Aktion vor der Kindertagesstätte am Lüneburger Marienplatz.

„Bereits im Kindergartenalter ist eine Sensibilisierung der Kinder für umwelt- und gesellschaftspolitische Themen wichtig. Dies passt in das von der Unesco initiierte Programm zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eine biologische Kita-Verpflegung ist in diesem Zusammenhang als besonders wichtig zu sehen“, heißt es in der Vorlage der Linken.

Idee: Die Kindergarten-Caterer sollen ab sofort nur noch Essen liefern, das den Vorgaben der DGE entspricht. Ab 2018 sollen Catering-Aufträge nur noch an Unternehmen mit Bio-Zertifizierung vergeben werden, das Essen einen mindestens 30-prozentigen Bioanteil enthalten. Dieser Anteil soll 2019 auf 50 Prozent steigen. Ab 2020 sollen zudem tierische Produkte ausschließlich aus artgerechter Haltung verwendet werden.

Mehr dazu in der LP vom 13./14. Mai 2017.