Unser Mann bei Olympia

Foto: Privat

Pjeongchang. Seit vorigem Freitag ist die Welt im Olympiafieber – und ein Lüneburger ist mittendrin im sportlichen Geschehen am anderen Ende der Welt: Als Leiter des internationalen Eventbereichs eines großen Catering-Unternehmens aus Berlin ist Bastian zur Brügge schon Tage vor der Eröffnungsfeier in Pjeongchang im Einsatz gewesen.

„Wir sind beauftragt worden, Teile des Caterings während der Olympischen Spiele zu betreiben“, meldet er aus den bitterkalten südkoreanischen Bergen.

Es sind arbeitsreiche Tage für den Lüneburger, dessen Team das Deutsche Haus, den traditionellen Olympia-Treffpunkt von Stars und Sportlern, bewirtet: „Eine 24-Stunden-Verpflegung für 500 geladene Gäste ist schon sehr zeitaufwendig“, berichtet zur Brügge, „wir haben 70 Mitarbeiter aus vier verschiedenen Ländern eingeflogen und produzieren frische deutsche Speisen in den Bergen Südkoreas.“

Trotz der vielen Arbeit hat das olympische Fieber auch die deutschen Gastro-Mitarbeiter erfasst: „Die Stimmung ist magisch!“, schwärmt der Lüneburger, „mein morgendlicher Arbeitsweg führt durch das Athleten-Village, in dem alle Nationen untergebracht sind – eine unvergleichliche Atmosphäre. Und auch bei uns im Hospitality-Haus ist das Olympia-Fieber ausgebrochen. Besonders natürlich nach den ersten Goldmedaillen!“

Auf die Frage nach Begegnungen mit Olympiastarten oder Prominenten im Deutschen Haus antwortet der Catering-Chef zurückhaltend: „Bei uns halten sich alle Olympioniken auf. Auch ehemalige Sportler oder Politiker sind täglich im Haus.“ Namen verrät er nicht – da ist Bastian zur Brügge diskret.

Doch die Lünepost kennt prominente Namen: Ex-Kanzler Gerhard Schröder war schon da mit seiner neuen koreanischen Freundin Soyeon Kim, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier genoss deutsche Kost mitten in Korea genau wie Fürst Albert von Monaco, Skispringer Andreas Wellinger feierte sein Sensationsgold bis 5 Uhr früh und köpfte u. a. mit Biathlon-Doppelsiegerin Laura Dahlmeier ein Fläschchen Sekt. Auch Rodel-Ass Felix Loch, der sein sicher geglaubtes Gold tragisch verlor, ließ sich im Haus blicken.

Noch bis Sonntag, 25. Februar, geht es bei den Winterspielen für die einen im Medaillen, für andere um den olympischen Gedanken – und für den Lüneburger Bastian zur Brügge darum, seine Gäste rund um die Uhr glücklich zu machen.