Urteil bestätigt: Teurer Trip für Mutter Volk

Vor Gericht gescheitert: Von Lünepost-Reporter Jan Beckmann gefilmt, betreten Viktoria (l.) und Nathalie Volk im Februar das Lüneburger Landgericht. Die dort verhängte Geldstrafe wurde jetzt vom Celler Oberlandesgericht bestätigt. Foto: be

Celle/Lüneburg. Im Namen des Volkes statt im Namen der Volk: Eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 60 Euro muss Viktoria Volk zahlen, weil sie ihre Tochter, das Model Nathalie Volk, für die Teilnahme am RTL-„Dschungelcamp“ trotz Krankschreibung nach Australien begleitet hatte (LÜNEPOST berichtete).

Im Strafverfahren bestätigte das Celler Oberlandesgericht am Donnerstag die vom Lüneburger Landgericht verhängte Geldstrafe. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

Mutter Volk war mit ihrer Modeltochter im Januar 2016 nach Aus­tralien geflogen. Zu der Zeit war Viktoria Volk Lehrerin an einem Gymnasium in Soltau. Nachdem ein Antrag auf Sonderurlaub zuvor abgelehnt worden war, hatte sie sich mit der Diagnose „Depression“ krank schreiben lassen. Als sie sich dann jedoch in der Sonne Australiens für Interviews bestens gelaunt vor die RTL-Kameras stellte, blieb das in der Heimat natürlich nicht unentdeckt.

Es folgten Gerichtsverfahren wegen „Gebrauchs eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses“, Berufungen, Versetzungen und am Ende die Suspendierung vom Schuldienst zu halben Bezügen durch die Landesschulbehörde Lüneburg.

Die 5400 Euro Geldstrafe dürfte Familie Volk nicht allzu arg treffen, schließlich ist Tochter Nathalie seit Jahren mit dem Hamburger Medien-unternehmer und Multimillionär Frank Otto liiert.

Empfindlich könnte für Mutter Volk allerdings noch ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht enden: Folgen die Richter da den bisherigen Urteilen ihrer Kollegen, dann droht der Lehrerin die endgültige Entfernung aus dem Beamtenverhältnis.