Lüneburg. Im September 2019 starb die Schwiegermutter der Lüneburgerin Birgit Lech. Dass diese Nachricht auch nach knapp drei Jahren noch nicht alle Behörden erreicht hat, macht sie fassungslos. Schon zum zweiten Mal flatterte den Lechs eine Teilnahmeaufforderung für den bundesweiten Zensus ins Haus. Die verstorbene Schwiegermutter soll möglichst auf dem digitalen Weg Angaben zu ihrer Wohnsituation machen. Am besten am Computer oder Smartphone: „Das spart Zeit und schont die Umwelt“, heißt es in dem Brief des Landesamtes für Statistik. Bis zum 3. Juni hat die verstorbene Seniorin Zeit, die Fragen zu beantworten. „Die Teilnahme ist für Sie verpflichtend“, steht es extra-fett gedruckt im Anschreiben.Birgit Lech macht das makabere Vorgehen der Behörde fassungslos.

Was der für den Zensus in der Region zuständige Landkreis Lüneburg zum Brief an eine Tote sagt lesen Sie in der aktuellen Lünepost vom 18, Mai.