Lüneburg. Über einen „Meilenstein“ freute sich Andreas Bahlburg, Manager der SVG Lüneburg: Ab sofort ist die LKH nicht nur Namensgeber der Arena, sondern ziert als Hauptsponsor auch die Trikotbrust der Profis. Für zunächst zwei Jahre gilt der Vertrag, den der Volleyball-Bundesligist mit dem in Lüneburg ansässigen privaten Krankenversicherer besiegelte. „Das ist für uns die nächste Raketenstufe“, ordnet Bahlburg den Trikotdeal ein, mit dem die SVG etwa 25 Prozent mehr erlöst als bisher. „Damit können wir beruhigter in die Saison gehen“, sagt er mit Blick auf das Budget.

Für die LKH ist der Sprung aufs Trikot ein weiterer Schritt zu mehr Bekanntkeit. „Wir haben 330.000 Kunden und 450 Mitarbeiter – aber uns kennt kein Mensch“, sagt Vertriebsvorstand Hendrik Lowey. Er weiß: „Wir müssen präsenter werden.“ Die SVG sei dafür ein idealer Partner: „Volleyball ist ein extrem positiver, fairer, dynamischer Sport. Das sind Werte, denen wir uns verbunden fühlen.“ Schon der Einstieg als Namenspartner der Arena habe für positives Feedback gesorgt: „Für unsere Mitarbeiter war das das Highlight des Jahres, sie haben jetzt ein Symbol.“ Er setzt auf einen Zuschauerboom in der ersten Saison ohne Corona-Auflagen: „Hölle geht hier auch!“, ist er mit Blick auf die Volleyball-Euphorie in der legendären „Gellersenhölle“ überzeugt.

Bei so viel Begeisterung für das „Double“ aus Arena-Namensrecht und Trikotsponsoring – könnte womöglich noch das „Triple“ folgen? Mit einem Namenssponsor könnten dann die LKH Volleys Lüneburg auflaufen. Gedankenspiele, die für Lowey noch nicht auf der Agenda stehen, denen er auf LP-Nachfrage aber alles andere als ablehnend gegenüber steht.
Zunächst aber setzen die „Lünehünen“ auf eine erfolgreiche Saison. „Jetzt wollen wir in Europa weiterkommen“, hofft Bahlburg auf starke Auftritte im Volleyball-Europapokal.
Und noch etwas freut den Macher der SVG: „Der Fokus der Partnerschaft gilt nicht nur dem Bundesligateam, sondern allen unseren 36 Mannschaften von der U12 bis zu den Senioren.“ Auch LKH-Mann Lowey betont: „Uns ist der Gesamtverein wichtig. Denn woher kommt so eine Spitzenmannschaft? Das geht nur, wenn man viele junge Leute in den Sport holt.“ Bei der SVG freut man sich zudem über einen weiteren Deal: Sportartikelhersteller Jako ist ab sofort Ausrüster, steigt mit einem Fünfjahresvertrag ein. Das Unternehmen wird alle Teams ausstatten und auch das Merchandising vorantreiben.