Vorsicht, das Eis trägt noch nicht!

Gut aufgepasst: Der kleine Henry (4) testet die Eisfläche am Lopausee aus – Papa Jan hat aber alles im Griff. Gerade Kinder können die Gefahren rund ums Eis gar nicht abschätzen, es ist daher unbedingt nötig, dass Eltern mit ihnen darüber sprechen. Foto: jeb

Lüneburg/Landkreis. Reihersee oder Inselsee, Lopausee oder in der Stadt Lüneburg der Kreidebergsee und die Fischerteiche – das alles sind beliebte Ziele für Eislauf-Fans, wenn‘s so richtig frostig ist. Und das ist es gerade – die eisige Kälte, herübergeweht aus Sibirien, hat auch die Lüneburger Region fest im Griff.

Warum also nicht die schönen Seiten des Dauerfrostes genießen?

Immerhin scheint öfter die Sonne durch. Fürs Schlittenfahren reicht die Schneedecke nicht, aber Seen und Teiche locken. Die teilweise komplett geschlossenen Eisdecken sehen vertrauenerweckend aus. Nichts wie rein in die Schlittschuhe, denkt da so mancher.

Aber Vorsicht! Einen Dämpfer verpasst der aktuelle Bericht der DLRG Niedersachsen von einem Fall bei Buxtehude:

Eine ganze Familie hatte sich dort auf das Eis begeben, obwohl das Gewässer noch nicht einmal komplett zugefroren war. „Das bedeutet akute Lebensgefahr!“, betont der Einsatzleiter Rainer Bohmbach, „besonders Kinder können die Gefahr nicht richtig einschätzen. Dass die Eltern mit auf dem Eis waren, macht mich allerdings fassungslos.“ Erst mit Hilfe des Einsatzes mehrerer DLRG- und Feuerwehr-Gruppen ging dieser Vorfall noch glimpflich aus.

Doch wie ist die Lage in unserer Region?

„Die Hansestadt Lüneburg warnt vor dem Betreten der Eisflächen“, sagt Ann-Cathrin Behnck aus dem Pressereferat der Stadt, „Seen und Eisflächen wirken zwar manchmal auf den ersten Blick sicher, sind aber nicht stabil, da sie noch kaum zugefroren sind.“

Sie verdeutlich die Gefahr: „Bei Einbruch in das kalte Wasser droht schon nach wenigen Minuten Lebensgefahr.“ Daher bittet die Hansestadt auch darum, Kinder und Jugendliche sowie Mitbürger, die die Warnhinweise an den zugefrorenen Seen nicht lesen oder verstehen können, auf die Gefahr hinzuweisen.

Mehr zum Thema steht in der LÜNEPOST vom 28. Februar 2018.