Lüneburg. Den Stock sägt Rune in mehrere kleine Teile. „Unten mache ich die schräg und oben gerade. Das sind Zwerge”, erklärt der Fünfjährige, der den Waldkindergarten Lüneburg besucht. Die Säge hat er aus der großen Werkzeugtasche, die die Erzieher Janna Klutzner und Jonas Pless dabei haben. Darin finden die Kinder auch Schnitzmesser, Raspeln und Bohrer.

Das Material fürs Werken liefert der Wald am Lüneburger Stadtteil Bockelsberg. Er sorgt auch für Spielmöglichkeiten: Ein zwischen Bäume gespanntes Seil ist ein Spinnennetz, durch das die Kinder klettern können. Ein umgestürzter Baum wird zur abenteuerlichen Brücke.

„Die Natur gestaltet uns jeden Tag aufs Neue Spiel- und Freizeitmöglichkeiten”, sagt Jonas Pless. Und genau das ist das Konzept eines Waldkindergartens: Lernen und Spielen in der Natur.

Der Waldkindergarten Lüneburg startete 1997 und war somit der erste in der Region. Am Donnerstag feiert er sein 25-jähriges Bestehen. Mehr zum Alltag und was die Gruppe bei Regen oder Unwetter macht, steht in der LÜNEPOST vom 4. Mai – auch online im E-Paper.