War Wichmann ein Massenmörder?

Lüneburg. Freundlich bietet der blonde Mann im Garten seines Hauses einer Unbekannten einen Weißwein an. Doch so freundlich wie auf diesem im Internet entdeckten Foto ist Kurt-Werner Wichmann (Foto) nicht gewesen.

Im Gegenteil: Der gebürtige Adendorfer hat Ende der Achtziger Jahre fünf Menschen umgebracht, eine Frau bestialisch in einem Geheimverlies seines Hauses in der Vrestorfer Heide gequält und ihre Leiche anschließend in einer Garage einbetoniert.

Von der Schuld des Friedhofsgärtners ist die Polizei überzeugt.

Aber es kommt noch grausamer: Weil in ganz Deutschland ungeklärte Mordfälle mit dem Bewegungsprofil des Lüneburgers übereinstimmen, könnten Wichmann viele weitere Taten zugerechnet werden.

Bei der Polizei sprach man erst von 24 Fällen. Mittlerweile berichtet Polizei-Sprecher Mathias Fossenberger von 100 ungeklärten Morden. Wichmann wäre der schlimmste Massenmörder der Kriminalgeschichte.

Bestraft werden kann der Lüneburger nicht mehr: Er brachte sich schon 1993 in einer Gefängniszelle um.

Mehr zum Thema steht in der LÜNEPOST vom 12. September 2018.