Wer demonstriert da jeden Montag?

Abend am Lambertiplatz: Kritiker der Coronamaßnahmen treffen sich um ein Herz aus Kerzen. Sie plädieren gegen die Impfung von Kindern und sorgen sich um ihre Grundrechte. Foto: bec

Landkreis. Bei den Montagsdemos haben die Bürger der DDR einst für ihre Freiheit gekämpft und den Zusammenbruch des Arbeiter- und Bauernstaates eingeleitet. Mehr als drei Jahrzehnte später treffen sich auch in Lüneburg immer wieder montags Menschen, um zu protestieren.

Heute sind es die Coronaregeln und ganz besonders die Impfungen, die sie auf die Straßen bringen. „Spazieren gehen“ nennen die Teilnehmer ihr Ritual – denn offiziell angemeldete Demos sind die Treffen meist nicht. Es gibt oft auch keinen verantwortlichen Veranstalter. Stattdessen erfolgen die Einladungen anonym, etwa über die Gruppe der „Freien Niedersachsen“ beim Messengerdienst Telegram. Deutschlandweit nehmen Zehntausende „Spaziergänger“ teil. Auf die bei Versammlungen vorgeschriebenen Schutzmasken und Abstände wird dabei oft verzichtet.

Alleine sechs Veranstaltungen waren für den Montagabend in der Region angesagt. Corona-Kritiker, die mit ihren „Spaziergängen“ gegen die Maßnahmen der Regierung und für mehr Freiheit protestierten, machten sich u. a. in Vögelsen, Adendorf und Reppenstedt auf den Weg. Für Polizisten bedeuten die so harmlos klingenden Veranstaltungen jedes Mal zusätzlichen Arbeitsaufwand.

Die Lünepost wollte wissen: Wer sind diese Montagsdemonstranten? Den Erfahrungsbericht lesen Sie in der Lünepost vom 12. Januar 2022.