Radbruch. Über „Große Pläne fürs kleine Dorf“ berichtete die Lünepost Anfang Oktober. Damals waren der Redaktion (noch) nicht für die Öffentlichkeit vorgesehene Pläne zugesteckt worden, nach denen die 2200-Einwohner-Gemeinde Radbruch in den kommenden 15 Jahren massiv wachsen könnte. Platz für 200 neue Wohneinheiten und für bis zu 1000 Einwohner könnte demnach bis 2035 in drei Priorisierungen geschaffen werden.
Auch wenn Radbruchs Bürgermeister Rolf Semrok (CDU) damals beschwichtigend sagte, „da ist überhaupt nichts dran“, gibt es seither reichlich Unruhe im Ort.

Mit seiner verkehrsgünstigen Lage zur Autobahn und dem eigenen Bahnhaltepunkt ist das Dorf in der Samtgemeinde Bardowick ein attraktiver Wohnort für Pendler nach Hamburg oder Lüneburg. Einwohner befürchten, dass durch die Entwicklungspläne der ländliche Charakter verloren ginge. Andere, wie die örtliche SPD-Fraktion, bemängeln die fehlende Beteiligung der Öffentlichkeit. Tatsächlich wurde das Thema „Dorf­entwicklung 2035“ bisher lediglich hinter verschlossenen Türen und in nichtöffentlicher Sitzung angefasst – bis zur LP-Berichterstattung.

Nun will der Bürgermeister erstmals die Radbrucher informieren – bei der Bauausschusssitzung am heutigen Mittwoch, 11. Dezember, um 20 Uhr im Gemeindehaus der Kirche. Vertreter des Planungsbüros Patt werden Ausschussmitgliedern und allen Interessierten das „Konzept zur Fortschreibung und Konkretisierung des Entwicklungskonzeptes 2015 in Sachen Wohnbebauung“ vorstellen. Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen Lünepost vom 11. Dezember.