„Windkraft ja – aber nicht bei uns!“

Wenn es um die Energiewende geht und um Windkraft, gibt‘s von den meisten Menschen aus dem Landkreis Lüneburg Zuspruch. Doch wenn darüber diskutiert wird, wo in Zukunft neue Windräder hingestellt werden könnten, dann schwenkt die Stimmung ganz schnell um. Denn vor der eigenen Haustür bzw. in Sichtweite will sie offensichtlich niemand haben.

Insgesamt zwölf sogenannte Vorranggebiete für Windkraftanlagen sind derzeit im Landkreis Lüneburg vorgesehen. Sie haben eine Gesamtfl äche von 930 Hektar – das sind nicht mal ein Prozent des gesamten Kreisgebiets. Diese Flächen sind wichtig. Denn: Gäbe es sie nicht, dürften Investoren überall im Landkreis Lüneburg die Riesen-Propeller aufstellen. Und die Flächen liegen nur dort, wo sie – neutral betrachtet – von jedem Wohnhaus weit genug weg sind. Doch weil die neutrale Betrachtung den betroffenen Anwohnern nicht leichtfällt, formieren sich überall im Landkreis Bürgerinitiativen, die gegen die Windräder kämpfen, die sie ja eigentlich gut fi nden. Nur eben nicht in ihrer Gemeinde.

„Ich kann die Bedenken der Bürger schon ein Stück weit nachvollziehen“, sagt Lüneburgs Kreisrätin Monika Scherf. Sie moniert aber auch: „Es werden von den Kritikern gelegentlich Behauptungen aufgestellt, die – auch wenn man nachfragt – nicht belegt werden können. Das schürt die Angst bei den Betroffenen“, meint Scherf.

Jetzt wird auch in Raven eine Bürgerinitiative aktiv. Was die vorhat, steht in der Lünepost vom 2./3. März 2013.