Lüneburg. „Offen. Wir sind für euch da!“ steht auf den neuen Plakaten, mit denen der Lüneburger Handel um Kunden buhlt. Denn weil die Geschäfte laut der neuen Energieeinsparverordnungen die Türen geschlossen halten und die Beleuchung abends ausknipsen sollen, befürchten viele einen Einbruch der Kundenzahlen. „Tür zu kostet 20 Prozent des Umsatzes“, sagt Heiko Meyer, Vorsitzender des Lüneburger Citymanagements LCM.

Die gerade gestartete Kampagne „Tür zu, Geschäft offen“ des Handelsverbands Deutschland nennt Meyer kontraproduktiv: „Wir brauchen eine andere Aussage.“ Daher hat das LCM gemeinsam mit dem Stadtmarketing eine eigene Plakataktion gestartet. In den kommenden Tagen sollen alle Händler die Poster erhalten.

Auch in der Beleuchtungsfrage setzt sich Meyer für eine einheitliche Regelung in Lüneburg ein: „Wir als LCM plädieren für die Abschaltung der Schaufensterbeleuchtung in der Zeit von 22 Uhr abends bis 8 Uhr morgens.“ Parallel will das Lüneburger Citymanagement einen Energieberater engagieren, der die Mitgliedsbetriebe auf LCM-Kosten in Sachen Energiesparen beraten soll. „Bei diesen Checks geht es um schnell umsetzbare Maßnahmen und nicht um aufwändige Arbeiten“, erklärt Heiko Meyer. Ein Beispiel: Wer in der Heizperiode die Temperaturen in seinen Geschäftsräumen nur um ein Grad senkt, spart rund sechs Prozent der Heizkosten.

Das Lüneburger Stadtmarketing um Geschäftsführerin Melanie-Gitte Lansmann ist Partner der Aktion. Wie die Energiekrise das Arbeiten in der städtischen Gesellschaft beeinflusst und was die Geschäftsführerin zu ihrem Personalkarussell sagt, lesen Sie in der Lünepost vom 7. September.