Lüneburg/Kassel. Es stehen noch einige Spiele aus in der DEL2, der zweithöchsten deutschen Eishockey-Liga. Doch die bisherige Bilanz der Kassel Huskies kann sich sehen lassen: Mit neun Punkten Vorsprung nach 18 Partien und der deutlich besten Tordifferenz von +40 thront Kassel an der Tabellenspitze. Anteil daran hat auch der gebürtige Lüneburger Leon Hungerecker (22). Der Bruder von DEL-Profi Phil Hungerecker
(26) stand bei den Huskies in dieser Saison sieben Mal im Tor, hielt dabei dreimal den Kasten sauber.

Bei der Frage, ob er sich derzeit in seiner bislang besten Form präsentiert, bleibt Leon Hungerecker bescheiden: „Ich bin noch jung, da geht sicher noch mehr. Aber es ist natürlich immer schön, zu null zu spielen.“ Der 22-Jährige betont jedoch auch, dass es nicht allein sein Verdienst sei, dass er in dieser Saison schon drei „Shutouts“, also Spiele ohne Gegentor, auf seinem Konto hat: „Das ganze Team hilft mir sehr dabei. Die Mannschaftskollegen blocken viele Schüsse schon vorher ab.“

Dabei gibt es für den Torhüter keinen Grund, sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Das zeigen die Statistiken zum Redaktionsschluss am Freitag: Drei Shutouts und ein Gegentorschnitt von nur 1,58 pro 60 Minuten sind Bestwerte in der Liga. 93,33 Prozent aller Schüsse hat Hungerecker pariert – Platz 2 in der DEL2 hinter Teamkollege Gerald Kuhn (94,01 Prozent).

Und da auch die anderen Mannschaftsteile der Huskies ihren Job derzeit sehr gut machen, stellt sich die Frage: Wer oder was kann die Kasseler überhaupt noch stoppen auf dem Weg zur DEL2-Meisterschaft? „Es gibt einige gute Mannschaften in der Liga“, warnt Leon Hungerecker. Er weiß aber auch, dass sich sein Team nur selbst schlagen kann: „Wir haben aktuell einen Lauf und spielen richtig gutes Eishockey. Wir arbeiten mehr als die Gegner und überrennen sie teilweise. Sobald wir aber nachlassen, ist alles möglich.“ Dazu soll es nicht kommen: „Wir wollen den anderen Teams keine Chance lassen. Wir wollen Meister werden!“ Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen Lünepost vom Wochenende, 9./10. Januar.