Lüneburg. „Ihr könnt hier für 20 Millionen Euro Deutschlands teuerste Turnhalle bauen – oder ihr bekommt für 23 Millionen eine echte Multifunktionsarena“ – so oder ähnlich deutlich soll sich am Montag nach Lünepost-Informationen einer der neuverpflichteten Berater im Kreisausschuss zum Bau der Arena Lüneburger Land geäußert haben. Wie berichtet, steht das ehrgeitige Bauprojekt an der Ostumgehung auf der Kippe.

Aufgrund der massiv gestiegenen Baukosten entscheidet der Kreistag in einer Sondersitzung am 19. August erneut über die Arena. Diese drei Szenarien sind möglich:
Weiterbau wie geplant
Weiterbau mit Kostenreduzierung
auf maximal 20 Millionen Euro
(Antrag von CDU, Grünen und FDP/Unabhängigen)
Baustopp und Abriss des schon stehenden Rohbaus

Wenn es nach den Experten geht, dann sollten die Kreistagsmitglieder sich möglichst für die erste Variante, also den Weiterbau, entscheiden.
Denn ein Rückbau des aktuell stehenden Teils würde laut einem Bericht der LZ alleine schon 12 Millionen Euro kosten.
Kosteneinsparungen seien im Bereich von rund 500.000 Euro möglich, so ein Vertreter vom Projektsteuerer im Kreisausschuss. Etwa, wenn man auf gepolsterte Sitze auf den Rängen verzichte. Somit liege der komplette Bau am Ende bei 22,5 bis 23 Millionen Euro.
Auch die Wirtschaftlichkeit der Arena war ein Thema der Sitzung. Bei 440.000 Euro sollen die Betriebskosten pro Jahr liegen – laut beauftragtem Wirtschaftsprüfer ein guter Wert.

Die schlechteste Variante wäre für einen der Berater die Sparvariante: Denn mit Deutschlands teuerster Turnhalle käme man überregional in die Presse – und ganz sicher auch ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler …