Wolfsberater unter Beschuss

Möchte ihre Arbeit richtig machen: Wolfsberaterin Ulrike Kressel aus dem Landkreis Lüneburg mit Hund Loup fragt mit 15 Kollegen, ob der geplante Abschuss eines Problemwolfes wirklich rechtmäßig ist. Nach Reaktionen von Wolfsgegnern ist ihr das Lachen inzwischen vergangen. Foto: ri

Landkreis. Im Landkreis Nienburg soll ein Wolf 40 Nutztiere gerissen haben. Umweltminister Olaf Lies sprach sich daher für den Abschuss des dortigen Leittieres aus, obwohl Wölfe streng geschützt sind.

Das rief einige Wolfsberater aus dem Land auf den Plan, die sich in einem offenen Brief an Lies wandten. Das von der Lüneburger Wolfsberaterin Ulrike Kressel formulierte und u. a. von ihrem hiesigen Kollegen Uwe Martens unterzeichnete Schreiben stellt Fragen nach der fachlichen Beurteilung, die der Abschussgenehmigung zu Grunde liegen, und nach den Gefahren, die eine zerstörte Rudelstruktur für Nutztiere bedeute.

Der Brief kommt bei Wolfsgegnern überhaupt nicht gut an. Im Internet hat eine Hetzjagd auf die Unterzeichner begonnen. Der Abschuss wurde am Freitag übrigens erst einmal ausgesetzt.

Mehr dazu in der LÜNEPOST vom 9./10. Februar 2019.