Am gestrigen Dienstag feierte Rainer Zobel Geburtstag. 72 Jahre wurde der einstige Bayern-Star und jetzige Sportchef des Fußball-Regionalligisten Lüneburger SK alt. Dafür nachträglich noch einmal alles Gute!

Für seinen Verein hat der dreifache Europapokalsieger einen großen Wunsch: „Dass der LSK zu meinem 75. Geburtstag endlich wieder in einem eigenen Stadion spielt.“ Diesen Wunsch nannte Zobel in der vorigen Woche in Wendisch Evern, wo sein Klub zum Infoabend eingeladen hatte. Zobels Vision löste lebhafte Diskussionen aus.

Wie berichtet, hat der LSK in Wendisch Evern, direkt an der Ostumgehung, ein Gelände auserkoren, auf dem er sich einen Stadion-Neubau vorstellen kann. Wobei Stadion eigentlich nicht das richtige Wort ist, denn es soll vielmehr ein Sportpark für viele Vereine und Sportarten entstehen. Pläne dazu skizzierte Projektleiter Dr. Marco Schulze beim Infoabend. Doch dass vom „Sportpark Ostheide“ auch Vereine wie der SV Wendisch Evern und vom integrierten Klubraum auch die Dorfgemeinschaft profitieren würden, schien viele der Anwesenden nicht zu interessieren. Sie sahen stattdessen ein Verkehrschaos auf ihren beschaulichen Ort zukommen, klagten über drohenden Lärm von Zuschauermassen, über Versiegelung von Grünflächen und über Lichtverschmutzung. LSK-Präsident Sebastian Becker, als Rechtsanwalt eigentlich geübt im Umgang mit kritischen Worten, stieß mit seinen Argumenten immer wieder geben neue (Ein-)Wände.

Um Rainer Zobels Wunsch vom eigenen Stadion, den natürlich auch viele andere im Verein haben, in Wendisch Evern zu erfüllen, muss der Lüneburger SK wohl noch viel Überzeugungsarbeit leisten.

Mehr zum Infoabend des LSK lesen Sie in der Lünepost vom 4. November.